Berichte von 11/2013

Zusammenstoß mit einem Skorpion

Samstag, 30.11.2013

Heute kamen zwei Leute von Praktikawelten an, um sich das Projekt anzuschauen..., ja die Stimmung war nicht so der Burner, da das Projekt ja doch ein bischen anders ist als beschrieben, aber gut.

Für uns hieß das: keine Arbeit nur Gamedrives ;)

Impala mit Kitz

Am Abend haben wir alle zusammen gegrillt, als ich den Schock meines lebens hatte: Ok, man kann das jetzt als Dummheit bezeichnen, aber wir laufen im Camp alle nur mir Flipflops rum und ich bin ja sonst immer übervorsichtig (Schuhe ausschütteln bevor ich sie anziehe, Kleidung im Schrank absuchen, bevor ich reingreife etc.), aber es gibt zwischen Lapa und Haus nur einen einzigen schmalen Streifen, der nicht beleuchtet ist. Es war das erste Mal, dass ich eine Taschenlampe mit dabei hatte, da ich Daniel beim Grillen geleuchtet hatte. Ich laufe also zurück zur Küche und rein zufällig fällt das Licht auf einen Skorpion, der nur wenige Zentimeter neben meinem Fuß saß!!! Ich hab fast einen Herzinfarkt bekommen, vor allem nachdem ich die Snakes-/Spider-/Scorpion-Lecture hatte und genau wusste, was da neben mir sitzt... (Skorpione mit grossen Scheren und kleinem Schwanz sind harmlos, ist wie ein Bienenstich; Skorpione mit kleinen Scheren und grossem Schwanz sind gefährlich) Und das Exemplar, dass ich da neben mir hatte war definitiv letzteres. Daniel war direkt hinter mir und ich habe ihm noch eine Warnung zugerufen nicht näher zukommen. Dann hieß es: geordneter Rückzug.

Ohne das Vieh aus den Augen zu lassen habe ich nach Caz gerufen. Erst nach dem dritten Mal: "Caz, there`s a scorpion!!!" Hat dann mal jemand reagiert. Caz kam und hat selbst einen Blick auf unseren Besucher geworfen und meinte nur "Oh, that`s a bad one" und wies uns an weiter zurück zu gehen, da manche Arten ihr Gift mehrere Meter weit spritzen können. Anschliessend schnappte sie sich eine Grillzange und hat den Skorpion eingefangen (das mit dem am Stachel packen ist ein weit verbreiteter Mythos und sollte auf keinen Fall gemacht werden, es gibt da andere Techniken...). Als sie ihn am anderen Ende des Camps wieder laufen lies, konnte man richtig sehen wie angepisst der Skorpion nach dieser Behandlung war. Mit hoch erhobenem Stachel und Scheren schoss er davon. Ich für meinen Teil muss so was nicht noch mal erleben, aber es würde leider nicht mein letzter Zusammenstoß mit einem Skorpion sein...

Landschaftsfotos

Freitag, 29.11.2013

Ausblick über das Reservat Scheinbar endlose Wildnis

Lachflash beim Nightdrive

Donnerstag, 28.11.2013

Am Morgen gabs die Snakes-, Spiders- und Scorpion-Lecture...

Es ging darum, die gefährlichsten der giftigen Tiere Südafrikas zu erkennen und zu wissen, wie ihr Gift wirkt. Beruhigt war nach der Lecture natürlich niemand, ich hatte mich ja schon vorher ein bischen damit befasst, aber das ist noch mal was ganz anderes, wenn man nochmal vor Augen gehalten bekommt, dass man nach einem Black Mamba Biss (wenn man Glück hat) circa 7 Minuten Zeit hat, bevor die wichtigsten Körperfunktionen aussetzen. Für die, die sich jetzt fragen, was wir im Notfall machen: der nächste Arzt ist 2 Std., das nächste Krankenhaus 3 Std. entfernt, aber sollte Lebensgefahr bestehen, ist die Air Force in 2 Min. da. Wie immer, wenn ihr an den Lectures interessiert seit, meldet euch in den Kommentaren, dann gebe ich den Inhalt wieder ;) Der Rest des Tages war eher ereignislos, aber abends gings wieder auf Leopardensuche beim Nightdrive. Wieder das gleiche Spielchen: fahren, anhalten, Motor aus und in die Dunkelheit lauschen. Da Warren den Leoparden am Wasserloch vermutete haben wir uns langsam vorangepirscht. Da es bergab ging hat Warren den Motor schon ein gutes Stück vor dem Wasserloch abgestellt und wir sind langsam den Hang hinab gerollt. Irgendwann mussten er und Daniel allerdings doch aussteigen und haben das letzte Stück geschoben, als Warren plötzlich aus Versehen auf die Hupe kommt... Ale sind natürlich mega erschroken (Daniel dachte die Büffelherde, die vor uns am Wasserloch stand, kommt auf uns zugerannt und warf sich direkt unter das Auto) und Warren fluchte übelst drauf los. Anja fragte mich noch: "War das jetzt Absicht?" Ich hatte schon voll den Lachanfall und habs nur mit Mühe geschafft ihr zur signalisieren, dass das nicht der Fall war... Danach sind wir tatsächlich eine Viertelstunde auf dem Truck gesessen und haben uns nicht mehr eingekriegt ;) Die Büffel haben sich wahrscheinlich ihren Teil gedacht... Und sämtliche Tiere im Umkreis haben natürlich das Weite gesucht, als die Hupe losging.

Bushwalk

Mittwoch, 27.11.2013

Im Morgengrauen haben sich Nicki, Joy und ich mit Warren zu unserem Bushwalk aufgemacht!!! Warren ist der einzige, mit dem wir das machen können und einfach so durch den afrikanischen Busch zu laufen ist natürlich ein wirklich unglaubliches Erlebnis, das man mit einer Safari vom Jeep aus nicht annähernd vergleichen kann! Warren ist übrigens auch Ausbilder für die Anti-poacher-Soldaten, das sind diejenigen, die nachts, völlig lautlos und ohne Taschenlampe, durch den Busch patrollieren, um die Tiere vor Wilderern zu schützen. Er kennt sich also super dort draußen aus und es gab während der gesamten Wanderung nicht einen Moment, in dem ich mich unwohl gefühlt hätte.

Wir haben natürlich viel mehr von den Pflanzen und Insekten gesehen als sonst, haben zum Beispiel die meiste Zeit über den wilden Basilikum gerochen, wunderschöne Lilien gesehen und überall gab es jede Menge Erdlöcher, in denen sich immer wieder andere kleine Lebewesen versteckt haben. Von den größeren Tieren, die wir sonst immer vom Truck aus sehen, haben wir auf der Wanderung nicht sonderlich viel mitbekommen, da sie uns natürlich immer längst schon gerochen oder gehört haben und weg waren bevor wir aufgekreuzt sind, aber darauf kam es ja eigentlich auch weniger an. Warren hat uns die verschiedenen Spuren im Sand gezeigt und uns viel über die Bäume erklärt. Viele der Pflanzen sind echt richig giftig, wohingegen man auch einige als Medizin verwenden kann. Außerdem sind wir ein Stück am Flussufer entlang gegangen und zum Abschluss sind wir auf eine der Koppien geklettert. Am Anfang hatte ich schon ein bisschen Angst, dass unter den Steinen Schlangen liegen, aber wir haben nichts gesehen außer einer Eidechse ;) und die Aussicht war natürlich super!

Unser Bushwalk führte entlang des Olifants River Aussicht von der Koppie

Nach drei Stunden gings zurück ins Camp und direkt nach dem Frühstück weiter zum Animalcounting (Transsect A). Das Highlight waren definitiv die Elefanten!!!

Der junge Bulle rannte direkt auf das Auto zu... Erst kurz vor uns stoppte er, da er von unserer Standfestigkeit verunsichert wurde Ein weiterer junger Elefant Schließlich zieht die Herde weiter

Aber natürlich sahen wir auch sonst wieder eine ganze Menge ;)

Ein Warzenschwein mit Ferkeln <3 Ein Impala lässt sich von Parasiten befreien Ein Saddle-billed Stork geht am Wasserloch auf Fischfang

Am Nachmittag hatten wir eine Tree-Lecture, in der wir gelernt haben, wie man Bäume richtig klassifizieren kann. Abschließend hat Warren uns durchs Camp geführt und uns die wichtigsten Bäume gezeigt und erklärt, für was man sie benutzen kann bzw. was für eine rituelle Bedeutung die Bäume z.B. für die Zulu haben. So führte er uns beispielsweiße zum Buffalo-Thorn-Baum und jeder von uns sollte ein Blatt pflücken und essen (seeehr praxisorientierter Unterricht... ich kann nicht behaupten, dass es geschmeckt hat), danach hat er uns eröffnet, dass die Zulufrauen die Blätter als eine Art Aphrodisiakum einnehmen, dass er aber keine Ahnung hat, ob das funktioniert, aber wir könnten ihm ja dann am Abend mitteilen, obs wirklich was bewirkt (o_O jaaa wir haben alle recht dumm aus der Wäsche geguckt..., aber keiner von uns hat da irgend eine Wirkung gespürt xD).

Für den Abend war wieder ein Night-Drive angesagt. Da Warren ja wusste, dass wir bisher noch keinen Leoparden in freier Wildbahn gesehen haben, haben wir uns diese und die kommenden Nächte auf die Leopardensuche konzentriert. Wir haben immer wieder angehalten und alle Lichter ausgemacht und in die Finsternis gelauscht, ob wir das Brüllen hören. Außerdem haben wir alle Koppien in der Umgebung abgeleuchtet und versucht dem Popcorngeruch zu folgen (Popcorn??? Tja, wenn ein Leopard sein Revier markiert, dann riecht das nach Popcorn ;) hätte ich vorher auch nicht geglaubt, ist aber wirklich so...). Das ganze war leider erfolglos und der Leopard blieb uns ein weiteres Mal verborgen. Dafür haben wir Flusspferde beim Grasen gesehen und eine Ginsterkatze am Wasserloch. Als wir gerade wieder das Licht aus hatten (ich hatte wieder das Spotlight) und Warren mit geschlossenen Augen da saß und in die Dunkelheit gelauscht hat, kam plötzlich vom hinteren Teil der Ladefläche geflüstert: "Hey Nadine, da steht eine Hyäne neben dem Truck!". Ich bin natürlich voll erschrocken und hab das Licht wieder angemacht und dann stand sie da, direkt einen Meter neben uns!!! Hyänen sind einfach so verdammt neugierig und während wir das Licht aus hatten, hat sie sich einfach unbemerkt angeschlichen...

Urlaubsvertretung

Dienstag, 26.11.2013

Gestern Abend kam die Urlaubsvertretung für Caz und Anna an: Warren.

War beim Animalcounting ganz lustig, weil einfach keiner Lust hatte zu zählen und der Fahrer ja immer, wegen den Büschen, nicht so gut sieht wie die Leute die oben auf der Ladefläche sitzen. Und da Warren sich die ganze Zeit mit Anja unterhalten hat, lief das ungefähr so ab: "Hey wollen wir ihm sagen, dass da fünf Meter neben dem Truck eine Impalaherde steht?" "Nee, lass mal, die haben wir eh schon hundert Mal gezählt" Am Ende unseres Transsect-Drive B (der dauert drei Stunden) hatten wir dann fünf Tiere auf der Liste stehen Lachend, da muss wohl eine massive Tierabwanderung stattgefunden haben Zunge raus.

Waterboks Buchell Zebra Giraffen

Am Abend haben dann wieder die Gewitter eingesetzt...

Zahlen Sie bar oder mit Corny-Riegel?

Montag, 25.11.2013

So, hatte heute wieder frei und dieses Mal gings zum Blyde-River Cannyon!

Wie bereits erwähnt, ist das der 3. größte Cannyon der Welt, leider hatten wir nicht so viel Glück mit dem Wetter... die Landschaft war trotzdem unglaublich beeindruckend!

Überall um den Cannyon herum gab es diese kleinen Straßenstände, wo diese typischen Holztiere und der ganze Kram an die Touris verkauft wird. Da wir genug Zeit hatten, bin ich ein bischen an den Ständen entlang geschlendert, auch wenn ich mir meine Souveniers erst in Kapstadt kaufen werde (gibt überall den gleichen Krempel ;)). Natürlich überfallen dich die Verkäuferinnen dann jedes Mal regelrecht und versuchen dir alles mögliche anzudrehen (kann ich ja persönlich überhaupt nicht leiden, wenn ich nichtg in Ruhe schauen kann). Hab ihnen 100 Mal erklärt, dass ich nichts kaufen will und habe mich wieder entfernt.  Während ich so auf die anderen warte, kommt eine der Verkäuferinnen auf mich zu und spricht mich an:

"Hi, where are you from?"

"Germany." (Hat ihr glaube ich nicht viel gesagt, hat sie aber eh nicht interessiert)

Die nächste Frage war dann: "Do you have sweets for me? Candy?"

Ich hatte noch von meiner Anreise einen total zermatschten Corny-Riegel, den ich vermutlich eh nicht mehr gegessen hätte, also dacht ich mir:  wiso nicht? Gibste ihr halt den Corny-Riegel...

Tja, die nächste Frage war dann, ob sie meine Chucks haben kann und dass sie mir dafür eins von ihren Holztieren gibt. Ja klar, ich renn jetzt barfuß durch den Cannyon... da hört dann die Nächstenliebe auch bei mir auf, also hab ich ihr gesagt, dass ich die selber brauche... dann wollte sie Stifte Unentschlossen und so ging das dann immer weiter; irgendwann bin ich dann ins Auto geflohen Zwinkernd. Aber man denkt natürlich darüber nach, was wir eigentlich alles als selbstverständlich betrachten, was für andere Leute Luxus oder unerreichber ist...

Wir sind dann noch ein paar Aussichtspunkte abgefahren und haben die Aussicht genossen, so weit es die tief hängende Wolkendecke zugelassen hat. Am Ende unserer Tour waren wir noch in Hary`s Pancake House, wo es echt leckere Pfannkuchen in allen Variationen gab. Schon auf dem Rückweg, bekommt unser Fahrer plötzlich einen Funkspruch rein, dass die Straße, die wir nehmen wollten wegen Demonstrationen gesperrt ist, das hieß für uns, dass wir noch mal um den ganzen Cannyon rumfahren mussten und deswegen voll im Stress waren, weil das Tor zum Reservat um 17:00 Uhr geschlossen wird... Tja, wir kamen an so tollen 100er Schildern vorbei, unser Fahrer fuhr 120/130 und das beste war, wir hatten plötzlich ein Polizeiauto vor uns, das auch 130 gefahren ist, das haben wir dann gleich mal mit 160 km/h überholt... hat die nicht wirklich interessiert Lachend, Verkehrsregeln werden hier nicht sonderlich groß geschrieben...

Heute mal nur Fotos

Sonntag, 24.11.2013

Alte Büffelmännchen werden aus der Herde ausgestoßen Giraffenversammlung links: unsere Unterkunft, rechts: Essbereich/Lapa Büffelherde unterhalb dieser Koppie liegt unser Camp

Ach ja, ihr habt da übrigens Skorpione...

Samstag, 23.11.2013

Heute wurde es endlich mal wieder ein bischen wärmer!

Um 6:00 Uhr gings zum Animalcounting (Transsect A) und wir haben wieder unzählige Tierbabys gesehen (Büffel, Impala, Nyala,...). Neben den Steenboks haben wir heute auch einen Sharpe`s Grysbok gesehen (auch eine Zwergantilope, in etwa so groß wie eine Hauskatze <3). Außerdem haben wir bei ein paar Spinnenlöchern angehalten und versucht die größte südafrikanische Tarantel, die Baboonspider, mit einem feuchten Grashalm herauszulocken... So ganz wollten die aber niht, da sie vermutlich vollgefressen waren, deshalb haben wir nur die Beine und die riesigen Fänge gesehen.

Zurück im Camp, haben wir uns seit Tagen das erste Mal wieder in den Pool gewagt, das Wasser war wirklich eiskalt... Ich habe mich danach noch ein bischen mit meinem Feldstecher am Flussufer auf die Lauer gelegt. Auf den ersten Blick war auf der anderen Seite nichts zu sehen, aber dann haben die Paviane dort plötzlich voll den adau gemacht und sind alle wie von der Tarantel gestochen losgerannt! Und das ganze war nicht einfach nur eine Meinungsverschiedenheit, ich habe wie eine Wahnsinnige sämtliche Büsche auf der anderen Seite abgesucht, aber immer noch nicht gesehen, vor was die Affen weggerannt sind. Und dann hörte man ihn: ein Leopard brüllte laut und deutlich, ganz in der Nähe!!! Ich bin dort bestimmt noch eine Viertelstunde auf dem Bauch gelegen, (die Paviane sind mittlerweile auf einen Strommasten geflohen), aber die Kätzchen verstehen sich auf ihre Tarnung, so ein Leopard kann fünf Meter neben einem im Gras liegen und ist trotzdem unsichtbar.

Am Nachmittag haben wir begonnen die Schlaglöcher in den Straßen mit Steinen und Erde zu füllen. Da es mittlerweile schon wieder richtig heiß war, haben wir beschlossen noch mal zum Wasserloch zu fahren und wurden belohnt: zwei Breitmaulnashörner nahmen gerade ein Schlammbad und haben sich von uns gar nicht stören lassen! Normalerweise rennen die immer gleich weg...

Marulatree, vielleicht kennt ja der eine oder andere den Amarulaschnaps ;) Mit dem Schlamm befreien sich die Nashörner von Zecken und anderen Parasiten Zunächst bleiben beide unschlüssig stehen Nach ein paar Minuten entfernen sie sich, der eingerollte Schwanz ist ein Zeichen für Anspannung Noch ein letzter Blick, dann rennen beide davon

Am Abend haben wir Caz und Anna zum Essen eingeladen und haben den Grill (afrk. Lapa) angeschmissen. Bereits seit zwei Tagen hatten wir im Lapabereich zwei so merkwürdige Erdhäufchen mit einem Loch drin, Caz meinte dann so beiläufig: "Ach ja, ihr habt da übrigens Skorpione...,aber die sind da jetzt eh nicht drin, die sind nachtaktiv, die krabbeln hier irgendwo rum" (na is ja ganz beruhigend).  ABgesehen davon haben wir überall um den Essbereich herum Ameisenlöcher und die haben sich natürlich, gerade als wir angefangen haben zu essen, dazu entschieden auszufliegen, sprich es gab: Steak mit Ameise, Ameise an Kräuterbutter, Ameise mit Salat... ich will nicht wissen wie viele von den Viechern ich mitgegessen habe Unentschlossen. Nach dem Essen sind wir nach drinnen grflohen und haben uns Fotos von Anna und Caz angeschaut (beide verkaufen auch Wildtieraufnahmen).

Wir frieren hier bei 22°C...

Freitag, 22.11.2013

Ja, was soll ich sagen? Das Wetter ist nicht besser geworden und wir hatten über Nacht einen Temperatursturz von über 20°C, was echt heftig ist. Und gerade wegen diesem extremen Temperaturunterschied sitzten wir hier alle in Pullis und Jacken gepackt auf der Ladefläche des Jeeps und frieren vor uns hin. Bei 22°C... wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich bei 22°C das Gefühl habe zu erfrieren, hätte ich diese Person wahrscheinlich ausgelacht, ich will gar nicht wissen, wie das wird, wenn ich im Februar zurück ins kalte Deutschland komme...

Um 6:00 Uhr war wieder Birdcounting angesagt und unterwegs sind wir sogar einer Elefantenherde mit Baby begegnet!!! Später beim Animalcounting (Transsect B) hatten wir das Glück sie ein weiteres Mal zu sehen. Außerdem zwei Steenboks (eine Zwergantilopenart), jede Menge Impalakitze (die Impalas bekommen ihre Jungen alle innerhalb von drei Wochen, da deren Überlebenschance dann größer ist, weil Raubtiere immer nur ein Kitz erbeuten können) und Warzenschweinferkelchen (sooooo süß!!!). Wie ihr seht, hier ist gerade Tierbabysaison!!! AUßerdem waren heute auch extrem viele Zebras und Giraffen unterwegs.

Zebras tun sich oft mit Giraffen zusammen, da diese einen besseren Überblick haben und Fressfeinde früher erkennen Elefanten am Wasserloch Mistkäfer bei der Arbeit ;) Noch mehr Giraffen und Zebras Das Zebra weiß noch nicht so recht, was es von uns halten soll... Kuduweibchen Mama Warzenschwein mit ihren Ferkelchen  Steenbok

Am Abend ging uns dann beim Kochen das Gas aus... (so zur Abwechslung mal, sonst ist es immer das Wasser oder der Strom). Nachdem die Gasflaschen endlich mal ausgetauscht waren konnten wir auch mal essen... Wir waren fast schon fertig mit essen, als ich etwas an der Wand entlanghuschen sah. Nach genauerem hinschauen habe ich dann realisiert: "Hey, da hinten läuft eine große Spinne!" Das Exemplar, das wir da vor uns hatten war mir für meinen Geschmack definitiv zu groß, etwa 15 cm lang!!! Und es hatte Scheren wie ein Skorpion (die wird hier scherzhaft Spielbergspinne genannt, weil sie aussieht, wie aus einem Horrorfilm). Erst mal alle so: "Wow, ist ja mega cool!", allerdings kippte die Stimmung dann schlagartig, als das Vieh plötzlich unter dem Tisch saß Zwinkernd. Da war dann auch der letzte "fertig" mit Essen und alle sind nach drinnen geflohen...

(Anmerkung: die Spinne war nicht giftig, kann aber recht aggressiv werden und wenn sie mit ihren großen Fängen beißt, ist das extrem schmerzhaft, das wollte dann doch keiner ausprobieren).

Regenzeit

Donnerstag, 21.11.2013

Unser Animalcounting (Transsect A) fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser:

wir waren fast eine Dreiviertelstunde vom Camp entfernt, als es richtig anfing zu schütten. Wir hatten zwar alle unsere Regenjacken dabei (Regen in der Regenzeit ist ja jetzt nicht sooo überraschend...), aber da der Jeep kein Dach hat, waren wir, obwohl Anna das Animalcounting direkt abgebrochen hat, alle komplett durchgeweicht als wir im Camp angekommen sind. Da bei dem Wetter die Straßen unbefahrbar sind, hatten wir erst mal nichts zu tun und haben uns alle wieder ins Bett gelegt.

Gegen Mittag hatten wir eine Lecture über Animaltracks (Fährtenlesen), wo uns die wichtigsten Fußabdrücke vorgestellt wurden und wo wir gelernt haben, wie man z.B.: Hunde- und Katzenpfotenabdrücke unterscheidet, wie man sich zur Sonne stellt, um die Spur am besten zu sehen und was es außer Abdrücken am Boden sonst noch gibt, um ein Tier aufzuspüren. Da das Wetter nicht besser wurde, haben wir uns anschließend einen Film über Leoparden angeschaut.

Moholoholo

Mittwoch, 20.11.2013

Heute war unser freier Tag und somit unser erster Ausflug! Es ging ins Wildtier-Rehabilitationszentrum Moholoholo. Hier werden Wildtiere, die beispielsweiße in Fallen geraten sind, wieder aufgepeppelt und, so weit es möglich ist, erneut ausgewildert. Dort hatten wir die Gelegenheit, die Tiere richtig nah zu sehen und teilweise in die Gehege zu gehen. Ich konnte dort sogar einen Adler am Kopf kraulen!

Viele Greifvögel verfangen sich in Hochspannungsleitungen Diesen Adler habe ich gestreichelt! Geier Alleine hätte ich den Geier niemals halten können...

Mit etwas Unterstützung unseres Guides durfte ich einen Geier auf meinen Arm fliegen lassen (alleine hätte ich den riesigen Vogel gar nicht halten können, so ein White-backed Vulture kann bis zu 16 kg wiegen). Ich habe so einen Lederhandschuh bekommen und dann wurde mir ein Stück Fleisch in die Hand gedrückt. Der Guide hat gesagt, dass ich den Arm ausstrecken soll und noch bevor ich wirklich geschalten ahbe, hatte ich auch schon den Geier, der sich in meinen Arm gekrallt hat. Trotz Handschuh habe ich wirklich jede einzelne Klaue gespürt. Zum Abschied hat mir der Geier dann noch seinen Flügel ins Gesicht geknallt (die haben echt ne wahnsinns Spannweite, der hatte auf meinem Arm bei weitem nicht genug Platz um seine Flügel auszubreiten). Trotzdem ein unglaublich cooles Gefühl, ich mein wer kann schon sagen: "Hey, ich hatte mal nen Geier auf dem Arm!".

Hier habe ich auch meinen ersten Leoparden gesehen! (Eigentlich eine Leopardin) Sie lief direkt neben uns am Zaun entlang und schnurrte!! Leoparden zählen ja zu meinen Lieblingstieren, weshalb ich diesen unglaublich schönen Moment bestimmt nicht mehr vergessen, am liebsten hätte ich die Hand nach ihr ausgestreckt und sie gestreichelt...nah genug war sie jedenfalls.

Im Rehabilitationszentrum leben auch vier Löwen Der erste Leopard, den ich bisher gesehen habe Ihr hättet sie mal schnurren hören sollen!!! Wildhund Serval

In Hoedspruit haben wir im Spur gegessen (is so ne Art Fastfoodrestaurant) und waren noch kurz einkaufen, danach gings wieder zurück ins Camp.

Abends war wieder Night-Drive angesagt, allerdings war der wieder ziemlich ereignislos (dieses Mal kein Käferkonfetti). Da wir alle total müde waren sind wir danach alle ins Bett. Ich lieg schon so da, hatte noch die Taschenlampe an, plötzlich kommt eine riesige Gottesanbeterin (die sind so lang wie ein Kugelschreiber!!!) voll auf mich zugesprungen und landet nur wenige cm vor meinem Gesicht am Moskitonetz (davon hab ich jetzt voll das Trauma...)!!!

Wenn die Big 5 aufeinander treffen...

Dienstag, 19.11.2013

Ich habe kaum geschlafen, weil ich die ganze Nacht Käfer im Bett hatte... Wenn man hier her kommt denkt man immer: Überall Schlangen und Spinnen! Damit sind wir bisher verschont geblieben, aber an das eigentliche Problem, die Käfer, denkt keiner. Die Insekten sind im Vergleich zu unseren einfach riesig (keine Übertreibung, manche haben Kugelschreibergröße) und, sie sind überall!!!! Es krabbelt im Bett, in der Küche sowieso, man hat immer Käfer im Essen, sie hocken in den Duschen,... Naja, was soll ich sagen, sie sind harmlos, aber einfach mega eklig und man gewöhnt sich mehr oder weniger daran (nachts macht man dann einfach irgendwann das Licht aus, so nach dem Motto: ich seh sie nicht, sie sind nicht da...).

Um 5:00 Uhr war wieder Predator-/Dawn-Patrol: und wir hatten soooo unglaubliches Glück!!!

Drei Löwenmännchen haben sich nur 10 m. von uns entfernt, über einen erlegten Büffel hergemacht! Manchmal kommen die Löwen nur alle 6 Monate durch dieses Gebiet und wir haben sie beim Fressen gesehen! Wir haben eine ganze Stunde dort verbracht und sie haben sich von uns nicht stören lassen, man hat sogar die Knochen knacken hören (habt ihr schon mal einen verwesenden Büffel gerochen?! Zum Glück macht nach ein paar Minuten die Nase dicht...). Tut mir Leid wegen der Bildqualität, aber meine Digicam kommt mit dem schlechten Licht in der Dämmerungszeit nicht so toll klar...

Der Löwe wartet darauf, dass das dominantere Männchen mit Fressen fertig ist Das Alphamännchen schaut nur kurz von seiner Mahlzeit auf Endlichkommt auch das zweite Männchen zum Zug Das dritte Männchen zerrt den Büffel weiter ins Gebüsch...

Es ist übrigens nicht unüblich, dass mehrere Männchen in einem Rudel sind, gerade junge Männchen tun sich zusammen, um ein Revier halten zu können und einen besseren Jagderfolg zu haben. Die Löwen in der Gegend haben sich hauptsächlich auf Giraffen spezialisiert, diesesMal hat es allerdings einen Büffel erwischt. Die Löwen bewegen sich meist parallel zu den Herden immer gegen den Wind und rechnen regelrecht aus, wohin die Herde zieht, gehen voraus und erwarten dann bereits die ahnungslose Herde. Im Krüger Park selbst, haben einige Löwen sogar geziehlt angefangen, Beutetiere gegen Autokolonnen zu treiben, um sie auszubremsen, was zu schweren Unfällen führen kann.

Die restliche Fahrt war im Vergleich dazu eher unspektakulär, die üblichen Verdächtigen (Impalas), eine Zwergmanguste und Giraffen, die gerade am Wasserloch getrunken haben. Da Giraffen das Blut mit hohem Druck zum Gehirn pumpen müssen, würde ihr Gehrin Schaden nehmen, wenn sie den Kopf senken, hätten sie nicht mehrere "Ventile" in ihren Blutbahnen, die den Blutfluss beim trinken regulieren.

Eine Zwergmanguste beobachtet uns neugierig aus ihrem Versteck heraus Giraffen am Wasserloch

Zum Abschluss des Drives haben wir noch ein bisschen Birdcounting gemacht. Wieder im Camp haben wir zwei Leopardschildkröten gefunden, dieallerdings beide schon tot waren, da sie mit dem Elektrozaun in berührung gekommen sind und ihr kleiner Körper den Schlag nicht verkraftet hat. (Leopardschildkröten gibt es hier auch extrem viele, deshalb werde ich sie auch nicht jedes Mal erwähnen) Man kann übrigens das Alter einer Schildkröte daran ablesen, wie viele Ringe sie auf einer Unterteilung ihres Panzers hat. Weibchen haben unten einen flachen Panzer und Männchen einen nach innen gewölbten. Die Schildkröten hier können relativ groß werden, allerdings landen die meisten vorher schon im Topf, da sie hier als Delikatesse gelten.

Anna erzählt uns ein paar interessante Fakten über Leopardschildkröten

Am Mittag hatten wir unsere Birds-Lecture, in der uns die wichtigsten Vögel und ihre Rufe vorgestellt wurden. Das nächste Ereignis war dann eher unerfreulich... Meine Mittbewohnerin und ich hatten schon seit zwei Tagen, jeden Morgen ganz viele kleine rote Punkte auf der Haut, die auch ziemlich gejuckt haben. Nachdem wir sie Anna gezeigt haben, kam raus, dass wir Pepper-Ticks im Bett haben!!! Das sind winzig kleine Zecken, die man mit dem bloßen Auge kaum erkennen kann. Zum Glück saugen die sich nicht fest und das einzige was die übertragen können ist das sog. Tick-fever. Für uns hieß das dann so viel wie: alles raus aus dem Zimmer und in die pralle Sonne hängen, danach war Ruhe.

Gegen Nachmittag waren wir wieder Drenagen bauen und anschließend hatten wir wieder freie Zeit für den Pool.

Der Abend war eigentlich eher ereignislos, abgesehen davon, dass jemand den Gasherd angelassen hat...

Auf unserem Nightdrive hatte ich dieses Mal das Infrarotlicht in der Hand. An diesem Abend waren aber so viele Käfer unterwegs, das es fast nicht auszuhalten war (der Spotlighter bekommt immer die meisten Insekten ab, da die natürlich alle vom Licht angezogen werden, keine schöne Erfahrung...). Deshalb brach auch öfters regelrecht Panik auf der Ladefläche aus, weil die Viecher einfach überall waren, auch unter der Kleidung Unentschlossen... Am Ende saßen alle mit Kaputzen und Schals vermummt auf dem Truck Lachend.

Wir hörten die Löwen brüllen und haben eine weitere Ginsterkatze gesehen. In dieser Nacht war der Mond richtig golden und man hatte wie fast immer eine gute Sicht auf die Venus. Mir kommt der Sternenhimmel hier immer etwas komisch vor, weil unsere Sternbilder hier einfach verschoben sind.

Invasion!!!

Montag, 18.11.2013

In der Nacht hatten wir heftige Gewitter und Sturm, so stark, dass im 2 Std. entfernten Hoedspruit Stromausfall war. Die Gewitter hier sind für unsere Verhältnisse ungewöhnlich heftig (Gut, es hatte am Tag zuvor fast 50°C...), weil es hier so unsagbar viele Blitze auf einmal gibt. Komplett um uns herum, gingen die fast gleichzeitig runter, so dass man zeitweise nichts mehr sehen konnte, weil es nur noch das grelle weiße Licht gab und so etwas habe ich zuvor auch noch nie erlebt. Mit dem Gewitter kam natürlich auch der Regen, nur, wenn es hier mal regnet, dann aber richtig! Zum Glück hatte sich bis zum Morgen alles wieder gelegt...

Den Vormittag hatten wir frei, da Anna einen neuen Reifen besorgen musste. Diese freie Zeit müssen wir hier nutzen, um die Unterkunft sauber zu halten, da wir sonst das ganze Ungeziefer im Haus haben. Natürlich war auch noch genug Zeit, um in den Pool zu hüpfen Lachend, von wo aus man wunderbar die Tiere am Fluss beobachten kann.

Am Nachmittag gings raus zum Straße ausbessern, da der Regen auf den Sandpisten natürlich immer jede Menge Schaden anrichtet. Deshalb bauen wir hier Bolster und Drainagelines (schreibt man das so???), d.h.: es wird schräg zur Straße ein Graben ausgehoben, in dem das Wasser abfließen kann und somit nicht auf der Straße liegen bleibt. Ein Bolster muss man sich ein bischen wie so einen Geschwindigkeitsbegrenzungs-"Hubbel" bei uns zu Hause vorstellen, mit dem man die Autofahrer zum runterbremsen bringt, hier sorgen sie einfach dafür, das das Wasser gestoppt wird und zur Seite in die Drainageline abgelenkt wird.

Allerdings mussten wir wegen einer regelrechten Ameiseninvasion abbrechen, diese kleinen Biester waren einfach ÜBERALL und so was von beißwütig. 

Nach einer ausgiebigen Pause hatten wir am Abend unseren ersten Nightdrive! Und damit wir da nicht völlig im dunkeln rumtappen, muss immer derjenige, der vorne hinter dem Fahrer, auf der Ladefläche sitzt, eine Infrarotlampe halten und jeden Busch ableuchten (rotes Licht können die meisten Tiere nicht wahrnehmen).

An diesem Abend habe ich meine erste Ginsterkatze gesehen!!! Damit hätte ich nie im Leben gerechnet, ich wusste zwar, dass sie in Afrika vorkommen, war aber wirklich vollkommen überrascht, dass ich tatsächlich mal eine in Reallife sehe und nicht immer nur auf Fotos! (Für die, die nicht solche extremen Tierfreaks sind wie ich: eine Ginsterkatze ist etwas kleiner als eine Hauskatze, mit einem extrem langen Hals und Flecken). Außerdem sind gerade nachts noch eine Menge Hasen unterwegs. Über allem thronte ein wirklich blutroter Vollmond, das sah auch wirklich traumhaft schön aus!!

Leider mussten wir unseren Nightdrive abbrechen, da es bereits wieder blitzte...

Tiere auf Konfrontationskurs

Sonntag, 17.11.2013

Um 4:30 Uhr Ortszeit (also 3:30 Uhr in Deutschland) gings zur Predator-Patrol...

Ja... richtig gehört, 4:30 Uhr, aber überraschenderweise war das nicht so ein rießen Problem, da mit dem Sonnenaufgang die Wildnis um uns herum zum Leben erwacht und die Vögel anfangen einen rießen Lärm zu veranstalten (die machen teilweise echt lustige Geräusche), also: wach ist man so oder so...

Gut, was eine Predator-Patrol ist? Erklärt der Name ja eigentlich schon mehr oder weniger: man fährt im Morgengrauen, bzw. in der Abenddämmerung raus und hält nach Raubtieren Ausschau, die man tagsüber nicht zu sehen bekommt (Hyänen, Löwen, Leoparden, etc.)

Die Predator-Patrol verlief eigentlich relativ ereignislos, lediglich eine Tüpfelhyäne kreuzte unseren Weg.

Direkt im Anschluss starteten wir ein sog. Bird-Counting (findet auch immer im Morgengrauen statt): wie der Name schon sagt, man zählt Vögel... Das ganze läuft mehr oder weniger so ab:

Es gibt 16 Bird-Counting-Punkte im Reservat, man fährt zu einem hin und dann rattern unsere Koordinatoren, zehn Minuten lang, alle Vögel runter, die sie sehen oder hören und einer der Voluntäre schreibt alles auf und muss versuchen da irgendwie mit zu kommen ÜberraschtLachend Aufgeschrieben wird der Name des Vogels, um wie viele Individuen es sich handelt, aus welcher Himmelsrichtung sie kommen, wie weit sie entfernt sind, ob man sie gesehen oder nur gehört hat und wo man sie gesehen hat (z.B.: in der Luft, auf Bäumen, am Boden, etc.). Irgendjemand stoppt die Zeit und es wird auch jedes Mal, wenn ein Vogel aufgeschrieben wird, eine Zwischen Zeit gespeichert, also wie viele Sekunden nach Startzeit, der Vogel z.B. geruen hat.

Das ganze natürlich auf Englisch... und wenn dann mal 10 Vögel auf einmal rufen, muss man echt schauen, dass man mit Schreiben hinterher kommt. Vor allem kennt man die englischen Vogelnamen ja am Anfang gar nicht und hat natürlich keinen Plan wie man die schreibt, d.h. man macht alles nach Gehör und muss dann später im Camp im Lexikon nachschlagen, was für ein Vogel das sein könnte. (da gibts dann so tolle Namen wie: Brown-crowned Tschagra oder Red-billed Quelea usw.)

Zurück im Camp (natürlich nach einer ausgiebigen Pause, damit wir alle in Ruhe Frühstücken konnten) gabs die erste Lecture.

Hippos vor unserem Essbereich

Dieses Mal gings um "Potential dangerous game" (also: "Potenziell gefährliches Wild" (bitte "game" nicht mit "Spiel" übersetzten Zunge raus Lectures sind übrigens auch immer auf Englisch, obwohl Anna ja aus Deutschland kommt). Da haben wir dann gelernt, was wir tun müssen, wenn plötzlich ein Löwe, Nashorn, Büffel, Flusspfern, Leopard oder Elefant vor uns steht. (Interessiert euch das? Dann lasst es mich in den Kommentaren wissen, dann schreibe ich euch den genaueren Inhalt der Lectures mit auf).

Am Nachmittag stand das nächste Animal-Counting an, dieses Mal die längere Strecke, Transsect-Drive B. Das Highlight waren zwei Breitmaulnashörner!!! Allerdings fand unser Drive zwei Stunden früher als geplant ein jähes Ende, als eine rießige Büffelherde vor uns die Straße blockierte. Anna machte noch einen Witz darüber, dass wir jetzt ja unseren ersten afrikanischen Stau sehen, lustig war es dann aber nach einiger Zeit nicht mehr, weil die Rindviecher einfach nicht von der Straße runter wollten. Anna hat dnn versucht ein bisschen Lärm zu machen und sie zu verscheuchen, aber die haben nicht mal mit der Wimper gezuckt. Im Gegenteil, ein paar haben sogar gedroht. Und da will keiner im Auto sitzen, wenn die ganze Herde angaloppiert kommt und den Truck umwirft. Außen rum fahren ging leider nicht, da die Vegetation hier einfach zu dicht ist. Also ist Anna ein Stückchen von der Straße runter und wollte wenden, als wir plötzlich ein lautes Zischen von unserem linken Vorderreifen hören... Da gabs dann nur noch eine Möglichkeit, Festhalten und Anna hat Vollgas gegeben, so dass wir es gerade noch auf einen Hügel geschaft haben, bevor die gesamte Luft aus dem Reifen war. Immerhin waren wir jetzt erst mal in sicherer Entfernung zu den Büffeln. Ja, Reifenwechseln ist ja eigentlich keine so große Sache... eigentlich...

Dornenbusch meets Autoreifen

Es war natürlich wieder richtig heiß, als wir alle abgestiegen sind und den Reifen begutachtet haben. Wie bereits erwähnt die Büsche stehen hier extrem dicht und beim Wenden ist Anna an einen der Dornbüsche gekommen, wodurch der Reifen richtig aufgeschnitten wurde (die Dornen hier haben ein bischen andere Dimensionen als in Deutschland). Gut also Ersatzreifen von der Ladefläche runtergewuchtet und Anna hat versucht den Wagenheber anzusetzten, während der Rest nach Tieren Ausschau halten sollte. Womit natürlich niemand gerechnet hat: der Truck hatte zwei Wochen zuvor neue Federn erhalten, die natürlich den Reifen nach unten gedrückt haben und zwar so sehr, dass der eigentliche Wagenheber, voll ausgefahren, immer noch nicht ausgereicht hat, um den Wagen weit genug anzuheben, um den Reifen auszutauschen. Gut, dann hatte Daniel die Idee Seine unter den Wagenheber zu legen, hat aber immer noch nicht ausgereicht... Also mussten wir den Reservatmanager anrufen, damit er uns einen größeren Wagenheber bringt. Bis das alles mal über die Bühne gegangen ist, ist beinahe die Sonne schon wieder untergegangen und alle waren echt froh, als wir das Camp endlich erreicht haben.

Im Camp gings dann allerdings auch nicht ruhiger zu, als es plötzlich hieß "Leopard am anderen Flussufer!!!" Alle sind natürlich gleich zum Fluss gehechtet, aber der Leopard war schon wieder weg...

Außerdem hatten wir noch ein 1 Wochen altes Eichhörnchenbaby im Badezimmer, um das sich Caz und Anna dann gekümmert haben (ist ja nicht ihr erstes kleines Eichhörnchen). Die beiden haben dieses Jahr bereits 7 Eichhörnchen aufgezogen, zwei davon (Louis & Clyde) leben immer noch hier im Camp und lassen sich streicheln.

Späterveranstalteten die Affen am Pool noch einen rießen Radau und als wir am Abendessen zubereiten waren (ist hier so schichtweise: ein Teil geht schon mal duschen während die anderen mit dem kochen anfangen, dnach wird abgelöst), kam Daniel plötzlich aus der Dusche gestürmt und ruft noch so über die Schulte "Ich glaub jetzt geht`s los die Affen haben gerade mein Duschgel geklaut!!!" und stürzt nach draußen dem Affen hinteher. War natürlich erfolglos, aber wir haben uns vor Lachen natürlich schon am Boden gekugelt Lachend. Weiter gings dann mit den Geckos im Bad (die sind hier aber wirklich äußerst willkommen, da sie das ganze Insektengetier im Haus fressen, insgesammt leben hier drei Geckos bei uns im Haus und denen würde wirklich keiner etwas antun, ich finde sie ja richtig putzig).

Ja und die Krönung der ganzen Tierkonfrontationen war dann beim Essen der Flughund, der neben dem Tisch gegen die Wand geknallt ist... (ich dachte immer, die checken das immer voll, wenn irgendwo ein Hindernis ist...), aber er hat offensichtlich keinen Schaden davon getragen und ist wieder in der Dunkelheit verschwunden.

In der Ferne gab es bereits die ersten Anzeichen eines Gewitters...

Und die Sonne zieht leis ihren goldenen Kreis...

Samstag, 16.11.2013

Unser Tag begann mit einer halbstündigen Einführung von Anna, in der sie uns alles wichtige zum Camp und der Sicherheit hier draußen im Busch erklärt hat.

Da es schon morgens um acht so unerträglich heiß war, haben wir uns alle gleich mal in den Pool gestürzt und uns abgekühlt Cool

Gegen Mittag gings dann zum ersten Game-Drive raus, wodurch wir einen besseren Überblick über unsere Umgebung bekommen konnten.

Aussicht über das Balule-Game-Reserve Burchell Zebras GiraffenKudus vor unserem Camp am Wasserloch

Wir hatten echt wahnsinniges Glück, dass wir gleich bei unserer ersten Fahrt so viele Tiere gesehen haben, unter anderem Giraffen, Impalas (beide sieht man hier jeden Tag, deshalb werde ich sie nicht jedes Mal wieder aufzählen), Waterboks, ein Breitmaulnashorn (!!! schon drei von den Big-Five und das am zweiten Tag!!!), Kudus (die größte hier heimische Antilopenart), Nyalas (die definitiv schönsten Antilopen im Reservat), Burchell-Zebras, Warzenschweine, Gnus, Büffel und Paviane...usw.

Das schöne ist, dass man die Tiere zum einen in ihrem natürlichen Lebensraum sehen kann und zum anderen ist man ihnen hier so viel näher, als man es in einem Zoo jemals sein wird, sie sind oft direkt vor oder neben uns und beobachten uns aufmerksam und manchmal auch ein bisschen neugierig; die Giraffen schliefen direkt 5 Meter neben unserem Auto und haben sich von uns nicht stören lassen.

Zu den Giraffen lässt sich sagen, das sie die entspanntesten Tiere im Busch sind, sie lassen sich einfach durch nichts aus der Ruhe bringen und bleiben einfach ruhig stehen, wenn man sich nähert, wohingegen die anderen Tiere meist weglaufen. Auf dem Foto kann man auch super den Unterschied zwischen dem Giraffenbullen und dem Weibchen sehen: das Weibchen hat auf den hornähnlichen Zapfen am Kopf lange Haare, wohingegen diese beim Männchen durch Dominanzkämpfe bereits abgeschabt wurden. Außerdem können Männchen noch einmal ein ganzes Stück größer werden.

Die Burchell Zebras erkennt man an den breiten Streifen und den Schattenstreifen dazwischen, durch die das Zebra auf den ersten Blick dreckig aussehen kann, abgesehen davon gibt es in diesem Bereich Afrikas keine anderen Zebraarten...

Was mich hier auch unglaublich fasziniert ist, dass gerade so große Tiere, wie z.B. die Nashörner, einfach mal eben so im Gebüsch verschwinden können, ohne dass irgendetwas ihren Aufenthaltsort verraten würde, sie werden einfach unsichtbar.

Gegen Nachmittag kamen auch die beiden letzten Voluntäre an und endlich vollzählig gings zum ersten Animal-Counting:

Dabei wird eine festgelegte Route (Transect-Drive A oder B) abgefahren und dann wird unterwegs jedes Tier (ausgenommen Vögel und kleine Tiere, wie Mangusten, Hasen, etc.) gezählt und aufgeschrieben, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen, ein Jungtier oder ein ausgewachsenes Tier handelt, sowie in welchem Lebensraum es sich aufhält (z.B.: Wasserloch, Plateau, etc.) , sowie die Uhrzeit, die GPS-Daten, Gradzahlen vom Kompass und die Entfernung zum Jeep. (Am nervigsten sind echt die rießigen Impalaherden, bei denen immer alle durcheinander rennen)

Unterwegs begegnten wir unter anderem weiteren Pavianen, Elefanten und einem Weißkopfadler. Auf einem Hügel hielten wir schließlich an, um den wundervollen afrikanischen Sonnenuntergang zu genießen! Auch das war eines der absoluten Highlights, die ich niemals vergessen werde! Es ist so ein unbeschreibliches Gefühl auf die endlose Savanne zu schauen, während die Sonne langsam am Horizont versinkt und den Himmel blutrot färbt... ich wünschte ihr hättet das sehen können, ich hoffe die Fotos können ein bisschen was von diesem atemberaubenden Naturschauspiel rüberbringen, aber so etwas muss man einfach selbst erleben!

  Sonnenuntergang über der Savanne Die Sonne versinkt langsam hinter den Bergen Defintiv mein bisher schönster Sonnenuntergang

Balule Game Reserve

Freitag, 15.11.2013

Die Fahrt durch das Reservat war natürlich unglaublich faszinierend, da ich bereits die ersten Tiere zu Gesicht bekommen habe: mehrere Impalaherden, Warzenschweine, Giraffen und einen Büffel, der also mein erstes Big-5-Sighting war Lachend. Die Straßen waren nicht annähernd so schlimm wie ich erwartet habe, die Fahrt glich aber trotzdem eher einem Kamelritt... nach ca. 2 Std. erreichten wir das Struwig Eco Reserve. Jaaa... Struwig und nicht Oewer Camp, warum ich was ganz anderes in meinen Reiseunterlagen hatte, das ist das nächste große Mysterium, das ist auch ein ganz anderes Camp, als in den Videos... Gut aber zurück zur eigentlichen Geschichte Zwinkernd: Wir passierten das Tor und waren auf einer Art Lodge. Wir wurden bereits von unseren Koordinatoren Caz und Anna, sowie zwei Voluntären, Anja und Daniel, erwartet. Mit "wir" meine ich übrigens unsere Voluntärgruppe: Isabell, Kathie, Caro, Nici und Joy. Nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde gabs eine kure Diskussion, wer welches Zimmer bezieht und dann gings erst mal ans Taschen reinschleppen. Zu den Zimmern lässt sich sagen, es gab jeweils zwei Stockbetten mit drei Betten einen schmalen Gang dazwischen und zwei Regale, da wir aber jeweils nur zu zweit ein Zimmer bezogen haben, ging das platzmäßig eigentlich ganz gut. Zum Auspacken hatten wir allerdings noch keine Zeit, weil wir gleich mal von Anja und Daniel eine Campführung bekommen haben. Unser Camp lag direkt am Olifants River und als die beiden uns zum Essbereich geführt haben, kam es definitiv zu einem Moment, den ich nicht vergessen werde: unmittelbar vor uns im Fluss, nur wenige Meter entfernt tummelten sich die Flusspferde im Wasser und (was wirklich ein riesen Glücksfall war) zwei Elefante schritten direkt vor uns am Ufer entlang, so nah war ich einem Elefanten noch nicht mal im Zoo. Das ganze wurde natürlich vom Ausblick gekrönt, der Fluss kurz vor dem Sonnenuntergang einfach wunderschön, das ganze kam mir in dem Moment wie ein kleines Stückchen Paradies vor, wer kann schon behaupten, dass er Hippos im "Vorgarten" hat Zwinkernd. Unsere kleine Tour ging weiter zum Viewpoint, da unser Camp komplett um einen Hügel gebaut war, gab es ganz oben einen Aussichtspunkt von dem aus man eines der Wasserlöcher beobachten kann und als wir oben waren erwartete uns gleich eine Gruppe Waterboks! (Wer nicht weiß was das ist, es handelt sich um eine recht große Antilopenart). Außerdem gibt es im Camp noch einen Pool, natürlich unsere Unterkunft, ein Office und kleine Hütten für Touristen, so wie eine Hütte in der Caz und Anna mit ihren Eichhörnchen leben (sie ziehen verlassene Eichhörnchen mit der Flasche auf). Allerdings dürfen wir uns nachts nur in unserer Unterkunft und im Essbereich aufhalten, da trotz Zaun ein Leopard in unserem Camp lebt und dann, so bald es dunkel wird durchs Camp spaziert... Jaaa, was gibts noch über unser Camp zu erzählen? Ach, ja wir dürfan nichts draußen liegen lassen, weil die Vervet-monkeys alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist...

So weit zum Camp, ihr habt die Markierung auf der Karte, schaltet einfach, wenn ihr euch für das Camp interessiert auf Satellit um und werft einen Blick drauf wie es da so aussieht Zwinkernd

Hoedspruit - Infoscreen war gestern

Freitag, 15.11.2013

Der Flug nach Hoedspruit war einfach atemberaubend! Die Landschaft ist soooo wunderschön!!! Riesige Plateaus, mit tiefen Cannyons und eine scheinbar endlose Savanne. Der Ausblick auf die Berge war gigantisch und im Landeanflug überquerten wir den Blyde-River-Cannyon, den 3. größten Cannyon der Welt. Schon von dort oben aus war mir klar, dass ich mich in die Wildnis unter mir verlieben werde.

Kurz vor Hoedspruit über der letzten Bergkette gingen dann so richtig die Turbulenzen los und zwischenzeitlich hatte ich panische Angst, dass der Pilot die kleine Propellermaschine nicht in der Luft halten kann. Die Maschine ist immer wieder mehrere Meter abgesackt, bis ich das Gefühl hatte, dass wir gleich an den Bergen entlangschrammen. (war ein bisschen Freefall-Tower für Fortgeschrittene). Das ganze wurde bis Hoedspruit auch nicht besser, als wir zur schlimmsten Landung meines Lebens angesetzt haben. Das "Flugzeug" krachte extrem hart auf die "Landebahn", machte einen riesen Satz und knallte nochmal auf den Boden. Wer das Satellitenbild von Hoedspruit mal gesehen hat, hat festgestellt, dass die Landebahn verdammt kurz ist, sprich: wir haben erst mal ne totale Vollbremsung hingelegt, so dass erst mal alle Passagiere am jeweils vorderen Sitz geklebt sind...

Tja, und dann war es Zeit für den ersten Kulturschock: Alle raus aus dem Flugzeug und: nichts, nur Büsche... von irgendwoher hat man ein Rattern gehört, das, wie ich eine Minute später erkannt habe, zu einem kleinen blauen Traktor gehört, der links von der Landebahn durch das Gebüsch gebrochen ist. Gut, alle standen ein bisschen planlos rum, während das Gepäck auf den Anhänger des Traktors geladen wurde und schließlich mussten wir bis zum Flughafengebäude laufen, das da irgendwo im Gestrüpp versteckt war. Und das was ich da zu Gesicht bekommen habe glaubt mir ohne Beweisfoto sowiso niemand (kann hier aber leider nichts hochladen, kommt auch noch nach):

Das Flughafengebäude war eine kleine Bretterhütte, bestehend aus einer "Wartehalle", sprich ein kleiner Raum mit Leomuster-Sesseln und einer Holztheke für das Check-in... Tja, kein Gepäckband, also wo zur Hölle ist mein Rucksack? So wenn man am Flughafen keinen Plan hat, wo man hinmuss, schaut man auf die Infoscreens und Schilder... jaaa, was soll ich sagen..., es gab "Schilder", in Form von bemalten Zebraschildern, die an die Wand genagelt waren... Überrascht Aber immer noch kein Hineweis, wo mein Gepäck hin verschwunden ist, also: Fragen! Hab mir den nächstbesten Angestellten geschnappt und der meinte dann: "Outside"

Ok...also raus gegange und: ich stand auf dem Parkplatz... Irgendwann kam dann dieser Traktor angeholpert und dann wurde das ganze Gepäck einfach mitten auf dem Parkplatz auf einen großen Haufen geschmissen und jeder musste sich sein Zeug selber rausfischen UnentschlossenÜberraschtLachend

Anschließend musste ich ewig in der verdammten Hitze bei fast 50 °C, in langer Hose, auf meinen Transfer warte und dann gings ab in die Wildnis...

Willkommen in der Economy-Class

Freitag, 15.11.2013

Jaaa, die Überschrift sagt eigentlich schon alles aus: ich war in den Sitz gequetscht wie eine Sardine...

Von meiner Reihe war ich die erste, also hab ichs mir gleich mal so bequem wie möglich gemacht, hatte ja zum Glück nen Fensterplatz. Von der Seite kam dann plötzlich ein "Good evening!". Ich war erst mal voll perplex "Hi?" (mich haben schon den ganzen Tag alle auf englisch angesprochen, wiso auch immer in München... seh ich wie ne Engländerin aus???) Naja mein Hirn ist jedenfalls noch nocht so ganz im Englischmodus angekommen. Gut, der Mann setzt sich neben mich, wir wechseln noch ein paar englische Sätze und dann gings los (ihr wisst schon: Sicherheitseinweisung, zu Startbahn zuckeln, durchstarten). So nach einer Viertelstunde haben mein Sitznachbar und ich dann auch mal festgestellt, dass wir beide der deutschen Sprache mächtig sind (eig. ne ganz lustige Situation Lachend) "Was, du sprichst deutsch?!?!? Ich dachte du bist Südafrikanerin!" (Jetzt ernsthaft?!?!) naja, der Typ war ganz ok, der muss beruflich zwei Mal im Jahr nach Südafrika und hatte da voll den Durchblick. Er hat mir erklärt wie das in Johannesburg mit dem umsteigen abläuft, wo ich hin muss, etc. und hat mir angeboten, dass ich mit ihm bis zum Re-Check-in kommen kann. (War echt hilfreich, aber dazu später) Nach dem Abendessen gingen im Flieger recht schnell die Lichter aus und ich hab versucht ein bisschen zu schlafen... Betonung liegt auf "versucht"!!!!!!!

Es war ja so eng da drin, dass ich eh nicht bequem sitzten konnte, aber dadurch, dass die Klimaanlage die ganze Zeit lief, hatte ich wirklich das Gefühl zu erfrieren (keine Übertreibung, ich war voll eingepackt und hab so erbärmlich gefroren). Zusammenfassend lässt sich sagen: ich hab in dieser Nacht kaum geschlafen und um 4 Uhr morgens hab ichs dann einfach aufgegeben und nur noch versucht nicht am Kältetod zu krepieren. Rausschauen konnte ich auch nicht, da ich alle aufgeweckt hätte (unerklärlich, wie die überhaupt schlafen konnten). Dafür wurde ich dann etwas später mit einer wunderschönen Aussicht auf Südafrika belohnt. Nach fast 11 Std. Flug bin ich dann endlich in Johannesburg gelandet und sah vermutlich aus wie eine verunglückte Kreuzung aus Zombie und Sumpfmonster (frag mich echt wiso der Typ nicht vor mir weggelaufen is) und jeder Knochen hat protestiert...

Ohne meinen Sitznachbern hätte ich mich ja mal überhaupt nicht zurecht gefunden, das war wieder mega kompliziert. Erst gings zur Passkontrolle und zum Visum beantragen:

Also, ab an den Schalter und...RICHTIG! gelangweilter Beamter... Ich habs dann wieder mit der "Ich-bin-nur-ein-lieber-Touri-Nummer" versucht:

"Good morning!" *wieHonigkuchenpferdgrins*

Er schaut langsam von seinem Computer auf: "Morning Ma`am." (Ma`am?? Jetzt ernsthaft??)

Ich streck ihm meinen Pass hin, er fängt in einem Tempo an gemächlich durchzublättern (Anmerkung: mein Pass is neu, da steht noch nix drin. Er ha ihn trotzdem fünf Mal durchgeschaut)

Nach einer halben Ewigkeit murmelt er dann irgendwas vor sich hin

"Excuse me?"

Etwas gereizt: "What do you want in South Africa?"

"Vacation!" *lächel*

Er schaut mich an, schaut meinen Pass an, schaut mich an, wieder den Pass... (immer voll das Pokerface, gehört glaub ich zum Job...) das Spielchen ging dann wieder über ne Minute... bis er mir endlich mal den Stempel in den Pass gehauen hat.

"So have a nice journey"

"Thank you, bye!" *lächel* (er hat sich bestimmt gefragt, was für Drogen ich nehme...)

Dann kam das sinnvollste überhaupt: ich musste zum Gepäckband hechten und meinen Rucksack runterfischen und das ganze verdammte 30 kg Gepäck durch den Zoll schleppen (wurde nicht kontrolliert) und alles wieder re-einchecken (so was dämliches) zum Glück war die ganze Zeit der Typ aus dem Flugzeug in meiner Nähe und hat mich durch den Flughafen geführt (mit Transitbereich is da nix) ich hätte sonst da überhaupt nichts kapiert. Anschließend habe ich eine SMS bekommen, dass die anderen aus Frankfurt, mit denen ich mich in Johannesburg treffen wollte, noch in Deutschland feststecken, weil der Flug gecancelt wurde. Für den Check-in war ich also auf mich allein gestellt, da mein Sitznachbar woanders hin musste, also ab quer durch den gesamten Flughafen. Ich bin keine 10 Meter gelaufen, da hatte schon der erste Typ seine Griffel an meiner Tasche und war der Meinung, er muss mir jetzt tragen helfen. Ich dachte mir nur so: klar, du rennst auch bestimmt nich gleich mit meinem Gepäck davon... Hat mich dann ein paar Minuten und jede Menge Nerven gekostet den Kerl wieder los zu werden.

Mwein Plan war ja gewesen: ab aufs nächste WC, Wintersachen gegen Sommerkleidung wechseln und einchecken. Da das mit dem Visum aber so lange gedauert hat, hatte ich eigentlich überhaupt keine Zeit mehr. War also wieder voll chaotisch und stressig und ich habs nur noch gaschafft meinen Pulli gegen ein Top zu tauschen und bin dann total abgekämpft und verschwitzt an meinem Gate angekommen (natürlich auf einigen Abwegen und einer erneuten Sicherheitskontrolle).

Das erste was ich auf dem Infoscreen hinter meinem Flug lese war "delay" Waaaaaaaaaaas?!?!?!?! Das können die doch nicht bringen, oder?!?!?! Bin dann sofort halb panisch, halb tollwütig zu der Frau am Gate gerannt und hab gefragt was da los ist: Jaaa, das weiß sie jetzt auch nicht... Waaas? Was is denn das für ein Saftladen? Sie meinte dann nur, sie sagt Bescheid, wenn sie was weiß. Super, also hab ich mich auf den nächst besten Sitz fallen lassen und innerlich vor mich hingekocht.

Die Boardingzeit wurde dann noch zweimal nach hinten verschoben...

und nach zwei Stunden Verspätung konnten die Passagiere dann endlich Mal in den völlig überhitzten Bus steigen (es hatte 47 °C und ich hatte immer noch meine lange Hose an, weil ich mich ja nicht vom Gate entfernen und mich umziehen konnte). Der Bus fuhr dann, nachdem wir eine Viertelstunde vor dem Gate geparkt hatten und die ganzen Leute von der Fluggesellschaft wild diskutiert haben, endlich zu einer winzigen Propellermaschine. Ein Angestellter stieg dann mit den Worten: "Please wait, I have to check if the plane is ready now" aus und verschwand im Flugzeug. Zehn Minuten später kam er wieder raus und meinte, dass das Flugzeug noch nicht bereit ist, und das wir hier nicht auf der Startbahn stehen bleiben dürfen. D.h. der Bus ist ernsthaft wieder zum Gate zurück gefahren und hat dort geparkt. Eine weitere Viertelstunde verging und die ohnehin schon schlechte Laune der Passagiere sank proportional mit dem Anstieg der Temperaturen.

Jaa, was soll ich sagen, wir fuhren wieder zurück zum Flugzeug, haben wieder gewartet bis der Mitarbeiter überprüft hat, ob das Flugzeug bereit ist... und durften endlich mal einsteigen. Man könnte meinen, dass es dann losging, aber nein, durch das Fenster habe ich dann beobachtet, wie die Techniker noch eine halbe Stunde an den Propellern rumgeschraubt haben und jede Menge Leute mit gelben Westen und Klemmbrettern... Sehr vertrauenserweckend das ganze... Der verzweifelte Pilot hat sich ununterbrochen über Lautsprecher für die technische Störung entschuldigt (an seiner Stelle hätte ich mich auch nicht mehr aus dem Cockpitt getraut...), jaaa und dann waren wir endlich mal in der Luft...

Gate finden für Fortgeschrittene

Donnerstag, 14.11.2013

Endlich gings los, ab zum Bahnhof, wie bereits angekündigt, ging der Zug um 15:02 Uhr. Meine Mutter hat mich noch bis zum Bahnhof begleitet und wir sind natürlich schon ein bisschen früher los. Eine Viertelstunde vor Abfahrt waren wir dann schon am Bahnsteig und zu unserer Überraschung hatte der vorherige Zug nach München 40 min. Verspätung (naja bei der DB is ja doch nicht sooo überraschend...), also wiso nicht gleich den nehmen?

Nachdem ich mich verabschiedet habe, hab ich das Ungetüm von Rucksack irgendwie in den Zug gehieft und mir einen Platz gesucht, kaum war der Kampf mit dem Gepäck vorbei fing auch schon der Lautsprecher an zu quäken: "Meine sehr geehrten Damen und Herren, aufgrund einer Geschwindigkeitsbegrenzung kann dieser Zug nicht schneller als 100 km/h fahren, wir bitten also die Fahrgäste, die es eilig haben nach München zu kommen, den ICE um 15:02 Uhr zu nehmen, da dieser uns unterwegs überholen wird." ÜberraschtBrüllend

Naaa ganz toll... also wieder das ganze Gepäck rausschleifen. Meine Mom hat auch ned schlecht geschaut, als ich wieder neben ihr auf dem Bahnsteig stand Zunge raus.

Im 15:02 Uhr Zug war alles ziemlich voll, sprich ich durfte mir einen Sitz mit meinem Rucksack und der Reisetasche teilen und konnte mich keinen Millimeter mehr bewegen und meine Muskulatur hat sich auch schon ordentlich bei mir beschwert...

Bis München HBf lief dann ausnahmsweise mal alles gut, los gings dann erst wieder beim Zug finden. Die S-Bahnen teilen sich dort auf, Wagon 1 und 2 fahren dahihin, Wagon 3 dorthin... ziemlich verwirrend (ich war natürlich im richtigen Zug im falschen Wagon Verlegen habs aber noch rechtzeitig gemerkt und durfte dann im strömenden Regen wieder mit dem ganzen Krempel Wagon wechseln). Deshalb war ich echt froh als ich mal endlich den verdammten Flughafen erreicht hab und hab mich erst mal in der Halle auf den Boden gesetzt und mich erholt, ich hatte echt das Gefühl, dass ich den Rucksack keinen Meter mehr tragen kann.

Einchecken konnte ich noch nicht, also erst mal warten... Danach ging das Chaos dann so richtig los: am Check-in-Schalter wurde mir eröffnet, dass mein Rucksack unmöglich auf das Gepäckband passt (Bitte?!?!? Da gibts weit größere Koffer!!!) und das das ganze jetzt unter Sperrgepäck fällt. D.h.: alles wieder quer durch den Flughafen schleppen und woanders aufgeben Unentschlossen

Jaaa, anschließend bin ich eine verdammte Stunde bei der Sicherheitskontrolle angestanden, danach gings zur weiteren Pass- und Einreisekontrolle: Praktikawelten hat ja ausdrücklich gesagt, dass man "Vacation" angeben muss und bloß nicht, dass man dort arbeiten will.

Sooo, der Beamte am Schalter sah schon mal seeehr motiviert aus (gut es war ja auch schon ziemlich spät). Als ich dran war hab ich mir gedacht, biste doch mal nett, der hatte wahrscheinlich eh nen sch... Tag, dann gehts vielleicht auch schneller... Also lächelnd an den Schalter hin und hab gefragt, was er denn alles von mir braucht. Er hat mich dann erst mal voll irritiert angeschaut und gemeint:

"Erst  mal nur den Pass" *Pass hingelegt* "Was wollen Sie in Südafrika? Urlaub?"

"Äh, ja" *lächel* *imaginäres Husten*

Er schaut mich total kritisch an: "Allein?!"

"Äh, ja?" Unschuldig Hat er mir glaub ich nicht abgekauft " Ja, meine Freunde hatten keine Zeit und es war den meisten auch zu teuer und dann haben die auch noch Angst vor den ganzen Schlangen..." *Gott, wie bescheuert hör ich mich eigentlich grade an?!*

Er: "Und dann noch die Spinnen und was da alles so lebt!"

"Jaaaa, genau!!!" *Hiiiilfe!*

"Na, dann noch eine gute Reise" Geht doch...

Endlich in der Wartehalle, musste ich voll rumrennen und mir eine Rückflugbestätigung organisieren. Dann hieß es wieder warten aufs Boarding. Sitz im Flugzeug finden war dann das kleinste Problem.

Sooo, hier mal ein kurzer Cut, damit der Eintrag nicht zu lang wird und ich nicht wieder so ein Theater mit dem Internet habe... Fortsetzung folgt Lachend

Ich bin dann mal weg...

Donnerstag, 14.11.2013

So, es ist so weit... um 15:00 Uhr fährt mein Zug.

 

Hiermit verabschiede ich mich erst mal von euch, ich weiß nämlich noch nicht, wann ich das nächste mal Internet haben werde. Aber ich werde auf jeden Fall alles nachtragen, sobald es mir möglich ist, spätestens von Kapstadt aus melde ich mich wieder Zwinkernd.

Noch mal vielen Dank für die vielen lieben Abschiedsgrüße, die in den letzten Tagen und Stunden bei mir eingegangen sind! Und auch noch mal Danke dafür, dass alle so fleißig diesen Blog mitverfolgen, es sind mittlerweile mehr als 700 Besuche! Ich werde euch alle vermissen, am meisten natürlich meinen Hund Kimo Weinend, dafür freue ich mich dann umso mehr, wenn ich wieder zurück bin Zwinkernd, ich denk an euch!

Also bis dann! Euer Blogautor Zwinkernd

Final Countdown

Mittwoch, 13.11.2013

So noch mal kurz ein kleines Update:

Ich habe erfolgreich eingecheckt LachendLächelnd, jetzt steht der Reise ja eigentlich nichts mehr im Wege (jetzt mal abgesehen vom Schlafsackproblem...Zunge raus).

So und die offizielle "Abschiedsrede", sowie die erste Markierung auf der Karte, gibts dann wie gesagt morgen Lächelnd

Last Minute Trouble

Mittwoch, 13.11.2013

Hallo, ich bins wieder, die Person die eigentlich mittlerweile ein Flugticket haben sollte und keines hat, weil South African Airways ausgerechnet jetzt die Internetseite wartet...

Brüllend *Blick des Todes* Brüllend 

Gut so gesehen habe ich ein Ticket und Sitzplätze (alles Fensterplätze Cool), aber ich kann erst 24 Std. vor Abflug online einchecken. Also bin ich den ganzen Tag um den Laptop herumgeschlichen und habe mich um 20:50 Uhr regelrecht drauf gestürzt... und will mich einloggen... ja Pustekuchen Stirnrunzelnd... Wenn das bis Morgen nicht klappt, werde ich dann aber so was von sauer, wenn die mir dann am Check-in-Schalter eine Extragebühr berechnen!!! (ist ja jetzt neuerdings so, wenn man nicht online eincheckt)

Was mein Gepäck angeht... ich bin nicht über die Gewichtsbeschränkung drüber (ein Wunder Zwinkernd) aber es ist mir echt ein Rätsel, wie ich den Schlafsack jetzt da noch am Rucksack befestigen soll... oben drauf hab ich schon ausprobiert, dann passt alles von der Gewichtaufteilung nicht mehr, das zieht dann so nach hinten, dass ich jedes Mal einfach  umkippen würde UnentschlossenZwinkernd Naja ich hab ja noch ein bisschen Zeit, um das in den Griff zu kriegen.

Dann war da noch das mit dem tollen Flughafen in Hoedspruit: wer mit mir darüber mal geredet hat, erinnert sich vielleicht noch daran, dass ich so zum Spaß gesagt habe: "Hoedspruit ist so klein, wahrscheinlich lande ich dann da mitten auf dem Feld" und was ist heute? Meine Mutter hat sich grade den Blog hier angeschaut und hat auf der Übersichtskarte oben auf Satellit gestellt und Hoedspruit rangezoomt... Tja und dadurch habe ich mal einen Blick auf die "Landebahn" werfen können, die besteht tatsächlich nur aus gemähter Wiese Überrascht!!! Wahrscheinlich grasen dann übermorgen, wenn das Flugzeug da landen will, irgendwelche Gnus auf der Wiese... Naja, wie heißts so schön: Runter kommen sie alle!

is nur die Frage in welchem Zustand...

Gut, bald werde ichs herausfinden Zunge raus und bis dahin versuche ich mal einzuchecken, ich melde mich morgen vor Abflug noch mal kurz Zwinkernd Bis dann!

I pack into my suitcase... ja was eigentlich?!?

Montag, 11.11.2013

Hallo, Lächelnd ich lebe noch, bin im Moment nur ziemlich beschäftigt Zwinkernd...

Jetzt sind es ja nur noch drei Tage Überrascht (die Zeit vergeht so schnell...) bis Abflug bzw. vier Tage bis Ankunft. Aber erst noch einmal die Kurzfassung von dem was seit dem letzten Eintrag alles so abgelaufen ist:

Mittlerweile habe ich so ziemlich den ganzen Krempel, den ich da mit mir rumschleppen werde, zusammen. War ein bisschen wie Weihnachten, weil ich das meiste im Internet bestellt habe und alles in Einzellieferungen gekommen ist... naja ich mag Päckchen Lachend. Dazugekommen sind jetzt noch die benötigte Trillerpfeife, ein kleiner Spiegel, eine wasserfeste Taschenlampe (das mit dem wasserfest habe ich jetzt nicht speziell gewollt, stört mich jetzt aber auch nicht Zwinkernd), ein Adapter und ein aufblasbares Kissen (ich bekomm im Camp ja keine Bettwäsche gestellt und will jetzt nicht auch noch eine Decke und ein Kissen mitschleppen... Schlafsack muss reichen).

Dann war ich nochmal in der Apotheke (langsam muss ich da ja eigentlich Rabatt bekommen Unentschlossen), d.h. ich habe jetzt meine Malariaprophylaxe (die nehm ich dann ab Mittwoch) und meine Reiseapotheke mit allem, was man so braucht (Desinfektionsspray, Mückenmittel für auf die Haut und Kleidung, Wundsalbe, etc.,etc.,...). Sonnencreme und was für nach dem Sonnenbrand und jede Menge anderes Zeug aus dem Drogeriemarkt und...

...jetzt stehe ich vor meinem Rucksack und überlege wie das da alles reinpasst bzw. wie ich die Gewichtsbeschränkung fürs Gepäck nicht überschreite. Ich habe das ganze jetzt schon zweimal ein- und wieder ausgepackt, weil es einfach nie so gepasst hat wie ichs wollte, ich muss das Zeug in dem Rucksack ja auch wieder finden Unentschlossen (ich bin beim Packen so ein bisschen ein Perfektionist, das erinnert dann immer ein wenig an Tetris spielen Lachend dafür schmeiß ich am Rückweg immer alles Kreuz und Quer rein VerlegenUnschuldig). Ist für mich auch Neuland... ich bin eigentlich so jemand, der seine Koffer aller frühestens um 22:00 Uhr am Tag vor der Abreise zusammenpackt, meistens eigentlich am Abreisetag selber (jaaa, ich bin bei so was immer seeehr entspannt) und ich arbeite generell am besten unter Druck, ich habe momentan einfach zu viel Zeit zum Überlegen, wie ich alles am besten einschlichte, so dass ich den Rucksack wahrscheinlich noch zehn Mal ein- und ausräume...

Anmerkung: das schlimmste sind immer die ganzen Leute, die dann schon eine Woche bevor ich abreise um mich rumhüpfen und voll Panik schieben, obwohl ja gar nicht SIE fliegen und dann kommt immer: "Hey, du bist doch sicher schon total aufgeregt und voll nervös und hast du schon gepackt??? Und wie machst du jetzt das? Und was ist damit?..." Gahhhhhh!!! Leute, es ist ja schön, wenn es euch interessiert was ich mache, aber stresst mal nicht so rum, das einzige was mich nervös macht sind Leute, die wegen allem im Dreieck hüpfen! Ihr hättet mal den Gesichtsausdruck von meiner Patin sehen sollen, als sie gefragt hat, um wie viel Uhr mein Zug nach München abfährt und ich geantwortet hab: "Keine Ahnung ich hab noch kein Ticket gelöst, da mach ich mir dann am Dienstag Gedanken drüber" Lachend

Naja, wenn wir schon beim Thema sind und ich ja ständig gefragt werde, hier ist jetzt noch mal die Flugverbindung und alle Abflug- und Ankunftszeiten (wie bereits angedeutet ohne Zug Zunge raus):

Am Donnerstag, 14. November 2013 um 20:50 Uhr geht mein Flug ab München

...10 Std. 45 Min. Flug...

(Hab mich nicht verrechnet, das Ergebnis hängt mit der Zeitverschiebung zusammen)

Am Freitag,15. November 2013 um 08:35 Uhr lande ich in Johannesburg

...1 Std. 40 Min. Aufenthalt...

Am Freitag, 15. November 2013 um 10:15 Uhr Abflug Johannesburg

...1 Std. 05 Min. Flug...

Am Freitag, 15. November 2013 um 11:20 Uhr Landung in Hoedspruit

...3 Std. 40 Min. warten...

Am Freitag, 15. November 2013 um 15:00 Uhr Abholung vom Flughafen

...2 Std. 30 Min. Fahrt zum Camp...

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...2 Std. 30 Min. Fahrt zum Flughafen (wer hätts gedacht Zunge raus)...

Am Sonntag, 15. Dezember 2013 um 12:45 Uhr Abflug Hoedspruit

...2 Std. 35 Min. Flug...

Am Sonntag, 15. Dezember 2013 um 15:20 Uhr Ankunft in Kapstadt

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Am Sonntag, 09. Februar 2014 um 16:10 Uhr Abflug Kapstadt

...2 Std. Flug...

Am Sonntag, 09. Februar 2014 um 18:10 Uhr Ankunft in Johannesburg

...3 Std. 10 Min. warten...

Am Sonntag, 09. Februar 2014 um 21:20 Uhr Abflug Johannesburg

...10 Std. 40Min. Flug... (auch hier wieder Zeitverschiebung)

Am Montag, 10. Februar 2014 um 07:00 Uhr Ankunft in München

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Das heißt jetzt für alle, die im Besitz meiner Handynummer sind: Bitte ab Donnerstag, 20:00 Uhr nicht mehr anrufen oder SMS schreiben, weil:

  • ich im Flugzeug den Flugmodus drin haben werde
  • SMSn und Anrufe nach Südafrika teuer sind
  • ich Roaminggebühren zahlen muss
  • ich vermutlich im Camp eh keinen Empfang habe
  • und ich mir eventuell eine Prepaidkarte vor Ort kaufen werde (ist günstiger für mich und heißt für euch: ich hab ne neue Nummer...)

Also auch nicht wundern, wenn man nichts mehr von mir hört, da es einfach Empfangsprobleme geben wird (betrifft auch das Internet). Ich versuche weiterhin Einträge zu schreiben, kann aber nicht garantieren, dass es klappt... ich werde alle Einträge auf jeden Fall nachtragen sobald es mir möglich ist und in Kapstadt habe ich wieder Internet Lachend. Wer mich trotzdem unbedingt erreichen muss, der möge dies über diesen Blog tun oder mir direkt eine E-Mail schreiben (die werde ich aber nicht regelmäßig abrufen).

Ich freue mich auf jeden Fall über eure Kommentare Zwinkernd und ich melde mich noch einmal kurz vor meiner Abreise. Bis dann! Zwinkernd