Berichte von 12/2013

Happy new year!

Dienstag, 31.12.2013

Die letzten Tage waren nicht sonderlich abwechslungsreich. Es war immer noch busy-season und würde es auch noch bis Mitte Januar bleiben, so gab ich eine Sicherheitseinweisung nach der anderen oder verkaufte Tickets am Gate, ohne wirklich die Zeit zu haben um Tourtraining zu machen, weshalb ich auch nicht wirklich vorwärts kam.

Auch heute arbeitete ich und war natürlich etwas gestresst, als ich endlich zurück war und mich noch fertig machen musste. Dann gings mit allen Mitbewohnern nach Kapstadt rein, wo wir in der Nähe der Waterfront Silvester feiern wollten. Das ganze Fest fand in der Zip Zap Circus School statt und war ein recht großes Gelände. Alles war unter freiem Himmel, nur die beiden Tanzflächen waren mit einer Zeltplane überspannt. Das ganze sollte unter einem Piratenmotto stehen, insgesamt erinnerte es aber eher an eine Faschingsparty, da viele Leute sich einfach irgendwie verkleidet hatten und man überall die skurilsten Kostüme sah.

Die Musik lies zu wünschen übrig, der Veranstalter hatte mit verschiedensten Musikstilen geworben, letztendlich war es eine reine Technoparty... Aber gut.

Kurz vor Mitternacht gab es dann einen großen Countdown und alle wünschten sich ein frohes neues Jahr. Ein paar mickrige Raketen waren in Hafenrichtung zu sehen, aber schon nach zehn Minuten war alles vorbei. Man darf sich Silvester hier nicht so wie bei uns vorstellen, es ist hier nämlich illegal Feuerwerkskörper auf der Straße zu zünden, deshalb gibt es nur an wenigen Punkten in Kapstadt ein paar Raketen und das wars dann. Es hat auch kaum jemand das Geld sich welche zu leisten.

Und so rutschte ich eine Stunde vor euch ins Jahr 2014 Zwinkernd. Um 02:00 Uhr, als ich schon kurz davor war einzuschlafen, weil die Party ja mal so gar nicht mein Fall war, wurden wir endlich abgeholt. Wieder zurück versuchte ich noch ein bischen zu schlafen, da ich ja den 01.01.14 nicht frei hatte.

Weihnachten

Dienstag, 24.12.2013

Letzendlich gab`s dann doch noch ein Weihnachtsfest Zwinkernd

Wie bereits erwähnt hat jemand unsere Palme im Garten geschmückt:

Unsere Weihnachtspalme

Außerdem hat jeder etwas gekocht, so dass wir am Ende ein Büffet zusammenstellen konnten. Wir haben alle Tische und Stühle, die wir im Haus finden konnten, nach draußen in den Garten gestellt und versucht alles zu dekorieren, mit dem wenigen das wir hatten, aber Not macht erfinderisch:

Als Tischdecken benutzten wir die goldenen Rettungsdecken aus den Verbandskästen, stellten unseren Plastikchristbaum in die Mitte und setzten alle die Weihnachtsmützen auf, die irgendjemand besorgt hatte.

Weihnachtsstimmung im PW-Haus

Anschließend versammelten wir uns alle am Tisch und (natürlich nur um die Nachbarn zu ärgern) sangen wir lautstark "Oh Tannenbaum" Lachend

Das Essen war echt super, wobei alles mehr an eine Gartenparty erinnerte. Als es dunkel wurde verzogen wir uns alle nach drinnen ins Wohnzimmer. Unser Plan war eigentlich noch ein bischen feiern zu gehen, also behängten wir uns alle mit dem Christbaumschmuck, bis wir selber wie Weihnachtsbäume aussahen und machten uns auf den Weg zu den Bars. Unterwegs kam uns ein Auto entgegen, das übelst anfing zu hupen. Der Wagen fuhr an uns vorbei und wendete ein Stück, die Straße runter. Schließlich fuhr das Auto, immer noch durchgehend hupend vor uns auf den Bürgersteig und hielt. Heraus kam dann ein Kerl im Weihnachtsmann Kostüm, der unser Christbaumschmuck-Outfit so cool fand, dass er erst  mal Lollys an alle verteilt hat Zwinkernd.

Ansonsten war in den Bars absolut tote Hose, da hier nur am 25. gefeiert wird und es ein ganz normaler Arbeitstag war. Wir hatten trotzdem unseren Spaß und mal ein völlig anderes Weihnachtsfest Lächelnd.

And there won`t be snow in Africa this christmas...

Dienstag, 24.12.2013

Vielleicht kennt ja der eine oder andere dieses Weihnachtslied... Tja, Weihnachten... irgendwie habe ich das schon mehrmals in den letzten Tagen vergessen... und war gerade gestern, als mir meine Kollegen von Cheetah Outreach frohe Weihnachten gewünscht haben, total verwirrt. In Afrika ist das eigentliche Weihnachtsfest am 25., man bekommt aber ohnehin nicht viel hier mit, im Supermarkt gabs ein paar Sonnenblumengirlanden mit Christbaumkugeln dran, aber das wars dann auch schon. Aber ganz ehrlich, es hat bei den Temperaturen eh keiner Lust Weihnachten zu feiern. Da wir heute alle frei haben, gibts später noch ne Party, aber mit Weihnachten hat die glaube ich nicht viel am Hut xD Das einzige was wir hier haben, ist so ein scheußlicher Plastikchristbaum und irgenjemand hat spaßeshalber eine und unserer Palmen im Garten geschmückt... Also ich vermisse das ganze nicht wirklich hier, wünsche Euch allen aber ein schönes Fest und schon mal einen guten Rutsch!!! (Ich muss über Neujahr komplett arbeiten und so wie die Partys hier in Südafrika abgehen, kommen wir am 1. alle total verkatert in die Arbeit, aber was soll man machen xD Ich versteh eh nicht wer am 1. groß was unternimmt, da liegt man doch normalerweiße halbtot im Bett...

Das erste Mal im Gepardengehege...

Montag, 23.12.2013

Ich hatte die Vormittagsschicht am Gate, was mega stressig war, da gerade Ferien und somit Hauptsaison war. Die besucherschlange nahm kein Ende und das Telefon hörte auch nicht mehr auf zu klingeln. Ich war so was von froh, als ich um halb zwei endlich Pause hatte.

Die Nachmittagsschicht hatte ich dann in der Briefing Area, wo ich eine Sicherheitseinweisung nach der anderen gab. Als sich endlich alles ein bischen gelegt hatte, kam ein Funkspruch rein, ob ich Lust hätte ins Gehege zu kommen. Ließ ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen, ich hatte ja schon die letzten Tage immer alle Handler genervt, dass ich auch Mal einen Geparden streicheln will. Es hieß dann, dass ich zu Joseph kommen soll, unserem ältesten Geparden. Also lief ich den Gang entlang und stand vor dem Gehegetor... und was jetzt? Ein Handler und ein Backhandler waren bereits drin und riefen mir zu, dass ich jetzt reinkommen könnte. Jetzt ging mein Puls doch ganz schön in die Höhe... einfach so reinspazieren? Gut, also bin ich rein und wusste erst mal nicht so recht, wie ich mich Joseph nähern soll. Der Handler hat mir dann gesagt von welcher Seite ich kommen soll. Schon ein paar Meter bevor ich den am Boden liegenden Joseph erreichte, hörte ich ihn schnurren! Und dann war ich auch schon hinter ihm, kniete mich so hin, wie ich es schon so oft in der Sicherheitseinweisung vorgemacht habe und streichelte zum ersten Mal einen Geparden!!!! Sein ganzer Körper vibrierte beim Schnurren und hin und wieder hob er den Kopf um seine Umgebung zu überprüfen. Es war einfach nur...wow!

Leider musste ich schon relativ schnell wieder zurück an die Arbeit, aber jetzt hatte ich natürlich die Motivation, voran zu kommen, denn ich wollte mehr, ich wollte jeden Tag bei den Geparden verbringen...

Safety Briefing

Samstag, 21.12.2013

Mein Vormittag bei CO begann damit, dass Karen in der Briefing Area stand und fragte, ob ich das Safty Briefing kann. Ich erst Mal vorsichtig "I think so..." und sie nur so "Ok, so here is your Assesment" (gahhhh ich bin gar nicht auf die verdammte Prüfung vorbereitet). Gut, bevor die Fluchtinstinkte einsetzten hab ich mir gedacht: ok versuchs einfach, mehr als durchfallen kannst du nicht.

Was soll ich sagen Zwinkernd, ich habe bestanden Lachend.

Hier ist mal zur Feier des Tages ein übersetztes Safety Briefing für euch:

*Ticketkontrolle, Besucher wird in die Briefing Area gelassen*

"Bitte legen Sie zunächst alle losen Gegenstände in einem unserer Schließfächer ab, also bitte auch Sonnenbrillen, Hüte und Taschen, die Kameras können Sie selbstverständlich mit ins Gehege nehmen.

Sie müssen zuerst Ihre Hände desinfizieren, da Geparde ein sehr schwaches Imunsystem haben"

*Mit Desinfizierungsspray Hände einsprühen*

"Aus dem selben Grund möchte ich Sie bitten auch ihre Schuhe in diesem Becken zu desinfizieren, Sie müssen nicht komplett hinein steigen, es genügt, wenn Sie die Flüssigkeit mit der Schuhsohle antippen. *Warten bis Besucher fertig ist*

Nun möchte ich Ihnen noch einige Sicherheitshinweise geben:

- nähern Sie sich dem Geparden immer nur von hinten, niemals von vorne

- zum Streicheln knien Sie sich bitte so hin, dass ein Knie den Boden berührt und das andere oben ist, damit Sie schnell aufstehen und ein paar Schritte zurück gehen können, falls der Gepard sich umdreht *Vormachen der Knieposition*

- streicheln Sie nur mit der flachen, offenen Hand in Fellrichtung und niemals dagegen

-berühren Sie nur die Seiten und den Rücken des Geparden, niemals den Kopf, die Beine oder den Schwanz

Hier ist ein Sicherheits-Klipp (kleines Schildchen) für Sie, klippsen Sie ihn bitte unten an ihr T-Shirt, damit er nicht auf dem Foto ist. Damit bestätigen Sie, dass Sie die Sicherheitseinweisung verstanden haben und wissen, dass Sie das Gehege auf eigene Gefahr betreten.

Für das Adult-Encounter geben Sie die Kamera bitte dem Backhandler, er/sie wird die Fotos für Sie machen, da Sie sich immer hinter dem Geparden aufhalten müssen. Im Cub-Encounter können Sie selbst Fotos vor den Kätzchen machen, aber bleiben Sie dazu aufrecht stehen. Das Herunterbeugen ist für die Kätzchen eine Aufforderung zum Spielen.

(Öffnen und schließen Sie keine Tore, das werden die Mitarbeiter für Sie tun)"

Auf Englisch klingt das ganze natürlich cooler und ist auch nur halb so lang Zunge raus

Ama Zink - ein unvergesslicher Abend

Freitag, 20.12.2013

Den Vormittag verbrachte ich bei CO am Gate, wo ich meine Einweisung bekam. Die Person, die am Gate steht, ist natürlich die erste, die die Besucher zu sehen bekommt, der erste Eindruck ist oftmals entscheidend, weshalb CO sehr viel Wert darauf legt, dass man die ganze Zeit wie ein Honigkuchenpferd grinsend da steht und den Touris in den A... kriecht.

Am Anfang war ich mit dem ganzen noch ein bischen überfordert, vor allem, da ich die Preisliste natürlich noch nicht auswendig konnte. Außerdem stürmen viele Besucher schon am Eingang mit irgendwelchen komplizierten Fragen, über die Organisation, auf einen los, die man dann noch gar nicht beantworten kann.

Die größte Herausforderung war definitiv das Telefon: das Gerät war eine Katastrophe, man hörte kaum etwas und wenn man dann auch noch Leute am Gate hatte, die sich unterhalten haben oder der Dokufilm, der neben an lief, dann verstand man gar nichts mehr. Anfangs hatte ich ohnehin noch Mühe, das Englisch mit dem südafrikanischen Akzent zu verstehen, aber viele Leute haben auch einfach auf Afrikaans drauf los gequaselt. (Man steht dann da: "Mhmm, mhmm, ok can you please repeat in english?" *Hiiiiiiilfe*). Viele haben auch angerufen und nach dem Weg gefragt, so nach dem Motto "ich stehe vor dem Laden so und so, sagen Sie mir bitte wie ich jetzt zu CO komme" Super, woher zum Teufel soll ich denn wissen, wo dieser verdammte Laden ist bzw. wie man von dort aus zu CO kommt?!?!? Mit der Zeit würde ich aber auch das hinbekommen, aber mit dem Telefondienst habe ich mich nie angefreundet.

Am Nachmittag war ich wieder in der Briefing Area und folgte gelegentlich den Tourguides, wodurch ich schon Mal eine Menge über CO und die Tiere dort lernte. Außerdem durfte ich mit der Hundefütterung helfen, wobei es zu einem dieser magischen Momente kam:

Von der Briefing Area aus geht ein 2m breiter gang zwischen den Gepardengehegen durch, der für Besucher gesperrt ist. Ihn musste ich mit den Futterschüsseln passieren, um zu den Hunden im hinteren Teil des Geländes zu kommen. Ich war diesen gang schon einmal entlang gegangen, aber eben noch nicht alleine. Während ich also nach hinten durchgehe, kommt plötzlich ein Gepard auf den Zaun zu stolziert und betrachtet mich neugierig. Ich war noch nie so nah, Auge in Auge mit einer Raubkatze. Ich habs dann mal mit einem "Hi, sweety" versucht, seinen Namen kannte ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht. Und er folgte mir, lief direkt neben mir am Zaun entlang, vollkommen entspannt, als währe es das normalste auf der Welt! Ein unglaubliches Gefühl, dieses wunderschöne Tier so nah zu sehen.

Am Abend gingen alle meine Mitbewohner ins Township-Musical Ama Zink. Es war einfach ein fantastischer Abend, mit jeder Menge afrikanischen Tänzen, großartigen Sängern und Vielem mehr. Hier wird einem eine Lebensfreude vermittelt, wie man sie hier in Deutschland kaum zu sehen bekommt. Für alle, die irgendwann Mal nach Kapstadt kommen: ich kann das Ama Zink nur weiter empfehlen, die Show ist der Wahnsinn! Am Ende der Vorführung saß niemand mehr auf seinem Platz, jeder war aufgestanden und tanzte mit Zwinkernd.

Cheetah Outreach

Donnerstag, 19.12.2013

Heute war mein erster "Arbeitstag" bei Cheetah Outreach (kurz CO): Die "", weil ich noch nichts machen durfte, da man am ersten Tag noch nicht zu den Tieren rein darf.

Das Gelände ist in etwa so aufgebaut: für den Besucher beginnt der Aufenthalt am Gate, wo Tickets verkauft werden und der Sammelpunkt für Touren ist. Hier würde ich hauptsächlich die ersten Wochen verbringen. Durch einen Souvenirshop gelangt man dann nach draußen, wo sich links und rechts Gehege befinden. Der Zentrale Punkt von CO ist die sog. Briefing Area vor den Gepardengehegen, wo die Sicherheitseinweisungen (Safty Briefings) für die Encounter (Begegnungen mit einem Gepard) stattfinden.

Das Gate ist der erste Anlaufpunkt der Besucher Der für Besucher zugängliche CO Bereich Die Briefing Area (nur für Besucher mit Encountertickets)

Hier verbrachte ich meinen ersten Tag und versuchte das Safty Briefing möglichst schnell auswendig zu lernen, da dies meine erste Prüfung (heißt hier Assesment) sein würde.

Insgesamt leben bei CO im Moment neun ausgewachsene Geparden und sechs Kätzchen, fünf Löffelhunde, sieben Anatolische Hütehunde, zwei Servals, ein Karakal, zwei Schabrackenschakale und zwei Erdmännchen. Ich werde sie euch zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer vorstellen, denn jedes dieser Tiere ist aus einem bestimmten Grund hier und vom Charakter her sind sie alle so unterschiedlich, wie sie nur sein können.

Auf der Karte habe ich euch wieder eine Markierung gesetzt Zwinkernd. Ihr werdet in der Region Paardevlei vielleicht den kleinen See entdecken, an dessen Ufer CO liegt. Er ist vor allem erwähnenswert, wegen der vielen Flamingos, die sich hier tummeln; wirklich eine atemberaubende Kulisse, aber zu den Flamingos ebenfalls später mehr Zunge raus.

Capetown

Mittwoch, 18.12.2013

Endlich war es so weit: unsere ganztägige Kapstadt Tour begann im Company`s Garden.

Company`s Garden Eichhörnchen bevölkern den Garten, sie sind handzahm und lassen sich streicheln ;) Verschiedenste Bäume und Blumen machen den Garten zu einer kleinen Oase mitten in der Stadt

Weiter gings mit einem Spaziergang vorbei am Flower Market zum Green Market Square, der beste Platz in Kapstadt, um Souveniers zu kaufen, vom Holztier, über Masken bis hin zu Schmuck, gibt es hier alles, was das Touristenherz begehrt Zwinkernd.

Flower Market Hier kann man die exotischten Blumen kaufen und natürlich auch Südafrikas Nationalblume, die King Protea, ist hier vertreten

Natürlich machten wir auch noch einen Abstecher ins Bo-Kaap, wo wir Samosas probierten (kleine dreieckige Teigtaschen mit unterschiedlichsten Füllungen).

Bo-Kaap. Kaum eine andere Straße wurde so oft fotografiert.

Kurz vor 12:00 Uhr begaben wir uns auf den Signalhill, um den Noon Gun mitzuverfolgen. Jeden Tag pünktlich zur Mittagszeit wird ein Schuss aus einer der historischen Kanonen abgegeben. Und dann weiß jeder in Kapstadt, dass es zwölf Uhr ist Lachend. Ursprünglich machte man mit dem Kanonenschuss auf sich nähernde Schiffe aufmerksam.

Kurz vor der Zündung wird die Geschichte dieses Rituals erklärt.

Ja, was soll ich sagen, es fühlt sich nicht unbedingt so toll an, wenn man neben einer abfeuernden Kanone steht und es dauert einen Moment, bis man wieder etwas hört. Aber die Aussicht vom Signalhill macht das ganze wieder wett Zwinkernd. (Ich habe euch den Signalhill mal auf der Karte markiert)

Aussicht auf den Hafen Kapstadt vom Signalhill aus Der Lion`s Head verdankt seinen Namen der löwenähnlichen Form.

Zum Mittagessen ging`s runter an die berühmte V & A Waterfront, dem restaurierten Hafenviertel. Hier machten wir auch einen Abstecher auf den Foodmarket, wo ich zum ersten Mal Biltong probierte (Getrocknetes Fleisch, in meinem Fall vom Springbok).

Der Abschluss unserer Tour war einer der wuderschönen Strände.

Wirklich schade, dass das Wasser auf dieser Seite nur 11°C hat...

In Strand am Strand

Dienstag, 17.12.2013

Der Morgen begann mit einer Introduction von Antje (PW Büro Kapstadt) in einem Café. Wir bekamen ein paar Infos bezüglich der Sicherheit in Kapstadt und Region, welche verkehrsmittel wir nutzen können und welche wir meiden bzw. gar nicht erst benutzen sollen und natürlich auch Infos zu unseren Projekten.

Anschließend nahm Clive uns mit auf eine Tour durch Somerset West und Strand und zeigte uns wo wir einkaufen gehen können, wo das Postoffice und die Bank sind, den Bahnhof, so wie die beliebtesten Restaurants und Bars.

Da der Nachmittag wieder frei war fuhren Franzi und ich runter nach Strand an den Strand (ja, ich weiß das klingt dämlich, aber so heißt der Ort nun mal Zwinkernd). Allerdings ist es hier immer so windig, dass man sich nicht wirklich hinlegen kann. Man kommt sich vor wie in einem Sandsturm und es tut auch richtig weh, wenn der Wind einem den Sand gegen die Haut peitscht. Schwimmen ist hier auch so eine Überwindungssache, da das Wasser hier einfach verdammt kalt ist (15°C-17°C). Wir sind dann trotzdem zweimal rein (wenn man schon mal am Meer ist...) aber lange hält man`s da nicht aus. Schließlich schnappten wir unsere Handtücher und legten uns damit auf eines der leerstehenden flachen Gebäude, um dem Sandsturm zu entkommen und sonnten uns noch ein bischen Cool.

Smile, you`re on CCTV

Montag, 16.12.2013

Heute war Feiertag in Südafrika, sprich es stand erst mal nichts an, trotzdem war ich Punkt 5:00 Uhr wach, da mein Rhythmus noch nicht umgestellt war.

Ich habe die freie Zeit heute genutzt um mit Franzi zum Supermarkt zu laufen und erst mal einen Großeinkauf zu starten, da wir ja wirklich gar nichts hatten. Danach hatten wir wenigstens mal die Basics wie Essig, Öl, Mehl, Zucker, etc. Danach habe ich mich in unseren Garten gesetzt und erst mal ein bischen gezeichnet.

Zu unserem Haus lässt sich sagen, mega cool aber unglaublich chaotisch ;) Wir haben zwei Küchen, jedes Zimmer (2-4 Betten) hat ein eigenes Badezimmer und wir haben zusätzlich noch so eine Art Abstellkammer. Außerdem gibts noch eine Art Wohnzimmer, einen Billiardtisch und eine Art Esszimer, das aber nie jemand benutzt. Der Garten geht ums ganze Haus herum und hat einen kleinen Goldfischteich. Der ganze Außenbereich ist komplett videoüberwacht, man kommt sich also ein bischen Big brother-mässig vor. Zusätzlich ist jedes Fenster vergittert, und es gibt noch mal an jeder Tür ein Gitter zum zu ziehen und absperren. Des weiteren haben wir eine private Security, die sofort anrückt, wenn man einen der im Haus verteilten Emergancy-Buttons drückt. Unser Gartentor ist elektronisch gesteuert und lässt sich nur mit Fernbedienung öffnen. Theoretisch haben wir auch eine Alarmanlage, die schaltet aber nie jemand an, da im betrunkenen Zustand immer keiner in der Lage ist sie auszuschalten, wenn man nachts zurück kommt ;) So viel zur Sicherheit hier im Haus, aber Somerset West ist jetzt nicht unbedingt Südafrikas kriminelle Hochburg.

Am Abend gingen alle zusammen zum Spur und wieder zurück haben Jana und ich uns noch ein bischen Unterhalten, bevor wir alle ins Bett sind.

Lebenszeichen

Montag, 16.12.2013

Hallo alle zusammen!!! Und viele liebe Grüße aus Kapstadt!

Hier ist endlich nach so langer Zeit ein Lebenszeichen von mir!! Zwinkernd

Ihr habts wahrscheinlich schon erraten: ich hatte in der Wildnis draußen weder Internet noch Handyempfang... Aber wie versprochen fange ich jetzt mit dem Nachtragen an, ich habe nämlich hier schon jede Menge Abenteuer erlebt und hatte eine richtig geile Zeit! Meine Anreise war alles andere als leicht und verlief so gar nicht nach Plan, aber dazu in den anderen Blogeinträgen! Viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen! Ich vermisse euch!

Ok also alles was ich nachgetragen habe wird logischerweise unterhalb dieses Eintrags erscheinen bzw. im Archiv sein; und alles was hier in Kapstadt passiert oberhalb xD Leider habe ich hier immer nicht so viel Zeit, aber ich nutze jede Gelegenheit.

Zivilisation? Morgen vielleicht...

Sonntag, 15.12.2013
Nach dem ganzen Abschiedsprozedere gings zum Flughafen. Die lange Fahrt nach Hoedspruit ging noch mal durchs ganze Reservat und ich beobachtete die vorbeiziehende Landschaft schon ein bischen traurig, da ich mich einfach schon so an alles gewöhnt hatte. Aber andererseits war ich natürlich auch unglaublich neugierig auf Kapstadt ;) Es war ein verdammt heisser Tag, also war ich doch ganz froh, dass ich kurze Sachen angezogen hatte, Klimaanlage im Flugzeug hin oder her. Den Flughafen von Hoedspruit habe ich ja chon beschrieben, ich wusste also was mich erwartet: Der Check-in Schalter bestand aus einer Holztheke mit einer winzigen Kofferwage, die ganz nebenbei nicht funktionierte... (stört mich jetzt weniger ;)). Daneben hing eine Tafel, wo die Ankunfts- und Abflugszeiten mit Magnetplättchen angebracht (es waren ganze sechs Zeilen...). Gut, mein Rucksack verschwand dann hinter der Theke und wir gingen alle in die "Wartehalle". Der Flieger der anderen ging bereits um 12:00 Uhr, da sie über Johannesburg nach Hause flogen, ich musste noch eine 3/4 Stunde länger warten. Tja, um 12:45 Uhr währe also eigentlich Boarding gewesen, da in Afrika aber meistens eh nichts pünktlich ist, habe ich mich erst mal nicht weiter gewundert, dass der Flug nicht ausgerufen wurde. Um 13:00 Uhr kam dann eine Flughafenangestellte und meinte, dass es technische Probleme gäbe. Sooo, der Witz an der Sache war jetzt aber der, dass Hoedspruit keine eigenen Mechaniker hat... Deshalb musste erst einer aus Johannesburg eingeflogen werden und da ja nur drei Flugzeuge pro Tag in Hoedspruit landen hiess es erst mal: warten... Laut der guten Frau sollte das Flugzeug aus Johannesburg um 14:00 Uhr landen und dann sollte das Problem in 20 Min. behoben sein (das Flugzeug landete dann um 14:30 Uhr). Also hab ich mein Handy rausgezogen und die Nummer vom PW-Büro in Kastadt gewählt, da ich ja erst mal Bescheid sagen musste, dass ich den Transfer vom Flughafen zur Unterkunft verpassen werde. Es ging nur der Anrufbeantworter ran... Super hat mir nicht weiter geholfen, also hab ich die Notfallnummer von WTSA gewählt und hatte Clive am Telefon, dem ich dann erklärt habe, dass es später wird. Er meinte dann nur ich soll ihn auf dem Laufenden halten. (Gut was soll er sonst auch gross machen, mir gings nur darum, dass mich irgendwer vom Flughafen abholen kann). Jaa, anschliessend habe ich mich auf einem Sessel unter einem Ventilator trapiert und versucht keinen Hitzeschlag zu bekommen. Vom Flughafenpersonal hat man erst mal nichts mehr gesehen und gehört, war plötzlich keiner mehr da... Um halb vier tauchte schliesslich mal die Frau vom letzten Mal wieder auf, sie konnte uns auch nicht sagen was los ist, aber sie meinte es gibt jetzt ein gratis Getränk. Super das sch... Getränk bringt mich aber nicht nach Kapstadt! Dann nach vier Stunden Verspätung, als ich schon ernsthaft Panik bekommen habe, dass ich in Hoedspruit übernachten muss, wurde endlich mal der Flug ausgerufen. Die Sicherheitskontrolle war mal ein absoluter Witz: Ich musste mit meinem ganzen Handgepäck durch den Detektor rennen; sprich: es hat bei jedem gepiepst, hat aber keinen interessiert. Dann musste ich meine Tasche auf einen Tisch stellen und sie für den Mitarbeiter öffnen. Ich hatte oben drin eine Jacke liegen, d.h.: man konnte überhaupt nicht sehen, was ich in der Tasche habe, aber mehr wollte er auch nicht sehen. Er hat mich dann nur noch gefragt, ob ich Messer mit mir rumtrage, ich hab nein gesagt und damit winkte er mich auch schon durch ;) Das Flugzeug das auf der Startbahn stand war auf jeden Fall nicht von South African Express, meine Vermutung ist ja, dass sie das adere Flugzeug auf die Schnelle gar nicht mehr hinbekommen haben. Beim Einsteigen hat dann jeder einen Zettel in die Hand gedrückt bekommen, auf dem Stand, dass es der Fluggesellschaft mega Leid tut und dass so etwas ja keiner vorher sehen konnte und dann stand unten noch die Nummer des Kundenservices drauf. Ich rief noch mal in Kapstadt an, dass ich, wenn nichts mehr dazwischen käme, in 3 Stunden landen würde. Der Flug selber war mal wieder super, mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Cannyons. Endlich gabs dann auch mal was zu Essen (war kurz vor dem verhungern, da der Plan ja eigentlich Mittagessen im Flugzeug gewesen wäre). Und nach drei Stunden sah ich dann die ersten Ausläufer Kapstadts. Wir flogen direkt über die Wellblechhütten der Townships und auf einer weiteren Fläche hausen die Leute nur noch in Zelten. Alles flog nur kurz vorüber, als wir auch schon auf der Landebahn des Capetown International Airports aufsetzten. Ich war einfach nur noch fertig. Ich schlurfte zum Kofferband und war erleichtert, dass wenigstens mein Gepäck da war. Danach schleppte ich mich durch den Flughafen Richtung Ausgang. Dort erwartete mich bereits der Fahrer mit einem Schild. Zum Glück war es nicht allzu weit bis zum Auto und ehe ich mich versah, waren wir auch schon auf der N2 Richtung Somerset West. Der Fahrer versuchte eine Konversation zu stande zu bringen, merkte allerdings recht schnell, dass ich einfach nur total am Ende war. Schliesslich kamen wir nach einer halben Stunde bei der Unterkunft an, wo Clive mich bereits erwartete und sich als mein Koordinator vorstellte. Ich hatte gerade Zeit meine Taschen in mein Zimmer zu bringen, als ich auch schon eine Hausführung bekam. Danach bot Clive mir an mich noch schnell zum Supermarkt zu fahren, da ich ja nicht mal was zum Essen hatte. Gut, im Supermarkt hatte ich dann 10 Min. Zeit, weshalb ich total panisch rumgerannt bin, um wenigstens das nötigste fürs Frühstück zusammen zu haben. Wieder zurück erwartete mich bereits Jana an der Tür, für die nächsten Wochen würde ich das Zimmer mit ihr und Franzi teilen. Alle Hausbewohner kamen dann zu uns ins Zimmer, um sich vorzustellen und ich hatte erst mal überhaupt keinen Durchblick mehr ;) Ich war dann ach total froh, als ich erst mal in Ruhe Auspacken konnte. Ich hab mich natürlich voll über das Päckchen von zu Hause gefreut, dass ich auf meinem Bett vorfand. Allerdings war ich dann doch erst mal etwas irritiert von den Weihnachtsplätzchen... Wer isst denn bitte bei über 30°C Weihnachtsplätzchen? Aber trotzdem Danke, Mom ;) war echt voll lieb! Schliesslich fiel ich einfach nur noch ins Bett und schlief wie ein Stein...

Schlusswort zu meinem Aufenthalt im Greater Krüger Nationalpark

Samstag, 14.12.2013

Um fünf Uhr morgens geht die Sonne über der scheinbar endlosen Weite des Nationalparks auf und schlagartig erwacht alles zum Leben. Bereits in den ersten Morgenstunden zeigt sich die Vielfalt dieses Lebensraums, bis schließlich alles mit einem atemberaubendem Sonnenuntergang endet. Dann ist die Zeit der Raubtiere gekommen, bis am nächsten Morgen alles wieder von vorne beginnt; und doch ist jeder Tag völlig einzigartig. Wann immer man denkt, man hat alles gesehen, kommt die Natur mit einem neuen Wunder an und überrascht einen jeden Tag wieder aufs neue. Jedes Tier und jede Pflanze hat ihren festen Platz in diesem Ökosystem und verschwindet auch nur eine einzige Art, so hat dies schwerwiegende Folgen, da alles auf seine eigene Weise verbunden ist.

Ich gehöre nun zu den glücklichen Leuten, die die letzten Nashörner in freier Wildbahn gesehen haben. Schon in zwanzig Jahren wird es keine mehr geben, da noch immer mehr Nashörner sterben, als geboren werden. Ich hörte den Leoparden brüllen und folgte seinen Fußspuren im Sand und auch wenn ich ihn nie sah, so war ich ihm doch ganz nahe. Ich habe die Big Five gesehen und werde diese vier Wochen niemals vergessen. Weder die sternklaren Nächte, noch die langen Fahrten durch die Wildnis. Ich kann nur hoffen, dass mehr Menschen die Gelegenheit haben, diese eigene kleine Welt zu erleben und somit verstehen, dass wir aufhören müssen jeden Tag ein kleines Stück unseres Planeten zu zerstören, denn unser größter Schatz liegt dort draußen.

Ich möchte mich noch einmal bei allen bedanken, die mir diese Reise ermöglicht haben! Und ganz besonders möchte ich mich bei meinen Koordinatoren Caz und Anna bedanken: ihr habt mir unglaublich viel beigebracht, wart immer für uns da (und wenns nur eine Spinne im Haus war ;)) und habt wirklich alles gegeben, um uns soviel von Balule zu zeigen wie möglich. Danke auch an Warren, dass du uns mit auf den Bushwalk genommen hast und uns somit ein ganz anderes Bushfeeling ermöglicht hast. Ihr alle macht echt einen super Job!!! Und natürlich auch noch vielen Dank an die 1397 Besucher, die meinem Blog folgen und kommentieren, ohne euch hätte ich schon längst aufgehört zu schreiben und auch noch mal vielen Dank für das ganze positive Feedback!

Allen Lesern kann ich es nur weiter empfehlen hier her zu kommen, kein Film und keine Erzählung könnte dem, was man hier erlebt auch nur annähernd gerecht werden. Denn erst wenn man hier ist, erlebt man dieses Naturwunder wirklich. Ein Safariurlaub wäre niemals vergleichber mit der Mitarbeit im Projekt, also nutzt jede Möglichkeit, die ihr bekommen könnt und verbringt einige Zeit hier draußen, dann wisst ihr wovon ich spreche. Ich habe mich in die Wildnis hier draußen mit all ihren Überraschungen verliebt und lasse die weite Dornsavanne und die unglaublichen Felsformationen und Cannyons nur schweren Herzens zurück. Ich vermisse meine Heimat und dennoch werde ich die Savanne genauso vermissen, wenn ich wieder zurück bin.

Salakahle Balule, es war wunderschön!

Lazy Day... Mein letzter Tag im Busch

Samstag, 14.12.2013
Caz liess den ganzen Tag alles total locker angehen, da es ja unser letzter Tag war. Nach einem Birdcounting gings auf einen Gamedrive, damit wir noch ein paar Tiere zu Gesicht bekommen. Danach hatten wir Zeit zum Packen. Am Abend gabs noch mal ein grosses gemeinsames Abendessen, zu dem auch Caz und Anna eingeladen waren. Während dem Essen hatten wir auch wieder einige Besucher: zunächst hüpfte ein Frosch vorbei, dann kroch ein riesen Tausendfüssler unter dem Tisch durch. Schliesslich wurden wir Zeugen eines Kampfes zwischen dem Frosch und der grossen Spinne, die wir ja schon des öfteren beim Abendessen gesehen hatten. Wie es ausging konnten wir nicht sehen, da beie im Schatten verschwanden, aber wir sahen später auf jeden Fall die Spinne noch einmal und konnten den Frosch zumindest noch quaken hören. Als wir die Tische später wegräumten wäre ich beinahe wieder auf einen Skorpion gestiegen, der die ganze Zeit unter dem Tisch gesessen haben musste (voll gruselig), aber es war dieses Mal eh nur einer von der harmlosen Sorte, von daher schenkte ihm kaum jemand Beachtung. Und somit ging mein letzter Abend im afrikanischen Busch zu Ende...

Linksverkehr...?!

Freitag, 13.12.2013
Heute stand nach einem Gamedrive fast nur Reservework an, da wir wegen dem Wetter ziemlich hinterher hingen. Die Drenagen lagen nahe bei einander, deswegen lohnte es sich nicht jedes Mal das ganze Werkzeug wieder einzuladen und fünf Minuten später wieder auszuladen. Deswegen liefen wir immer das kurze Stück und jemand fuhr mit dem Jeep hinterher, da der Wagen für Notfälle immer erreichbar sein musste (man weiss ja nie was so aus dem Gebüsch gesprungen kommt). Zwei Mal durfte ich den Jeep fahren, was einfach mega cool war, da ich zuvor noch nie so ein riesiges Fahrzeug gefahren bin. Im ersten Moment war ich ein bischen irritiert, da der Jeep zwei Kupplungpedale und zwei Schalthebel besass, allerdings war es dann am Ende doch nicht so schwer hinter den andern im ersten Gang hinterher zu zuckeln. War auch gut so, da der Schalthebel hier natürlich links ist... und ich mich an so was erst gewöhnen müsste. Nach der ganzen Arbeit waren wir dann alle froh, dass wir uns in den Pool werfen onnten, da das Wetter endlich mal wieder besser war.

Wieder mal ein sensationeller Nightdrive!

Mittwoch, 11.12.2013

Der Tag begann relativ entspannt: um fünf wachte ich auf, sah das es regnet, drehte mich rum und schlief weiter ;) So gegen 10:00 Uhr setzte Caz die Birds- und die Trees-Lecture an, da es immer noch schüttete und wir somit ohnehin fest saßen.

Erst gegen Nachmittag konnten wir uns auf einen Game Drive wagen, wobei wir dieses Mal eine Route abfuhren, die eigentlich von der Karte genommen wurde, aber Caz wollte sie wieder nutzten und so sahen wir uns den Zustand der bereits verwilderten Straße an. Wir kamen nur langsam voran und immer wieder bekamen wir auf der Ladefläche Äste ab. Einmal mussten wir sogar einen umgestürzten Baum von der Straße räumen.

Ein umgestürzter Baum blockiert die Straße

Am Abend gings auf zum Nightdrive und dieses Mal gab es wieder eine besondere Überraschung: die drei Löwenmännchen, die wir ja schon einmal beim Büffelkill getroffen hatten, tauchten plötzlich aus der Dunkelheit auf! Wir hatten echt unglaubliches Glück, dass wir sie noch einmal zu Gesicht bekommen haben!!! Sie stolzierten völlig gelassen vor dem Auto her und ließen sich gar nicht stören (gut, an ihren durchhängenden Bäuchen konnte man sehen, dass sie voll gefressen waren). So nah war ich noch nie an einem Löwen dran, nicht mal als wir sie beim Fressen beobachtet hatten. Wir folgten ihnen durch die Nacht und ein wenig später legten sie sich einfach vor uns auf die Straße und schliefen!

Die drei Löwenmännchen schliefen direkt vor dem Auto.

Schni Schna Schnappi...

Montag, 09.12.2013

Nach unserem Transectdrive A entdeckten wir ein Krokodil am Fluss, das faul auf einer Sandbank lag. War ganz schön gross, ca. 2 1/2 m! (Ich kannte ja bisher nur die Kaimane aus dem Zoo und einen jungen Alligator aus einer Reptilienshow, von daher war das schon noch mal ein anderes Format). Wenn so ein Kroko mal eine Antilope erwischt, braucht es für die nächsten 6 Monate (!!!) nicht zwangsläufig etwas neues zu fressen... Kein Wunder, dass das Krokodil ein paar Tage auf der Sandbank liegen würde, ohne seine Position zu verändern, wahrscheinlich war es nicht hungrig.

Außerdem hatten wir heute wieder eine track-Lecture, war eigentlich ganz interessant, die Fussspuren noch mal zu wiederholen.

Wir wollten noch mal einen Sunsetdrive machen, also machten wir uns am frühen Abend auf den Weg zu einem Aussichtspunkt. Unterwegs trafen wir auf zwei wunderschöne Nyalamännchen, die gerade einen Kampf begannen.

Das Nyalamännchen beachtet uns nur kurz, bevor es sich voll und ganz seinem Rivalen widmet Beide verhaken ihre Hörner und versuchen einander wegzuschieben Ein wirklich beeindruckendes Spektakel... Der Kampf wird immer heftiger...

Direkt daneben saß ein Bienenesser und beobachtetedie Szene genauso interessiert wie wir ;) Später begegneten wir wieder den Nashörnern und sahen einige Geier.

Bienenesser  Ein Geier starrt in die Ferne... möglicherweise sind Raubtiere in der Nähe. Und mal wieder ein Lanschaftsbild für euch ;)

Leider zogen dann kurz bevor die Sonne unteging auf einmal Wolken auf, weshalb wir uns das ganze auch sparen konnten, da wirklich gar nichts zu sehen war... Das einzige faszinierende war der aufziehende Nebel, der der Landschaft irgendwie etwas mystisches verlieh.

Nebel über der Savanne

2. Advent

Sonntag, 08.12.2013

Schon der 2. Advent... wenn es mir heute keiner gesagt hätte, hätte ich es voll vergessen. Gut von Weihnachten merkt man hier im Busch eh nichts (wird hier auch nicht gefeiert).

Wir starteten mit Birdcounting und anschließend war eigentlich Reservework geplant. Wir hatten uns in zwei Gruppen geteilt und arbeiteten an Drenagen, als Caz plötzlich die Anweisung gab sofort wieder einzusteigen. Für uns hieß das: da ist was in der Nähe...

Im Notfall lassen wir alle Werkzeuge fallen und gehen schnell und leise zum Jeep; Regel Nummer eins: renne niemals, wenn Gefahr droht. Dieses Mal hatten wir es nicht sooo eilig, dass wir die Werkzeuge nicht erst einladen konnten, allerdings ließen wir es uns auch nicht zweimal sagen, da Caz in einiger Entfernung Büffel entdeckt hatte.

Der Büffel hebt herausfordernd den Kopf

Gut es beschwert sich natürlich auch keiner wenn sich damit die Arbeit für den Rest des Tages erledigt hat ;) Das Alternativprogramm war ein Game Drive, wobei wir immer wieder dem bereits bekannten Breitmaulnashornpaar begegneten.

Den Nachmittag verbrachten wir im Pool (2. Advent im Pool, das muss man sich erst mal geben ;)) und beobachteten die Elefanten am Fluss. Bei unserem Nightdrive wurden wir mal wieder mit einer Ginsterkatze belohnt! Und was ich ja mal mega beängstigend finde: Caz trat plötzlich voll auf die Bremse und forderte mich auf ihr das Spotlight zu geben, mit dem sie dann einen Busch anleuchtete: ich sah erst mal gar nicht außer Blättern; erst als sie uns sagte welches Tier dort saß, konnten wir es auch sehen: ein Chamäleon!!! Perfekt getarnt und Caz hatte es im dunkeln, im vorbei fahren gesehen (sie würde das noch ein paar mal abziehen), wirklich erstaunlich! Wie bei fast jedem Night Drive passierte auch dieses Mal wieder was: plötzlich brachen die beiden Nashörner neben uns durchs Gebüsch und rannten vor dem Auto über die Straße! Keiner hatte sie im Dunkeln zuvor bemerkt und wir haben uns natürlich erst mal alle wahnsinnig erschreckt ;) Tja, das war mein 2. Advent, mal was anderes, als Kerzen anzünden ;)

Es kann ja jemand im Camp bleiben und kochen, damit das Essen rechtzeitig auf dem Tisch steht...?!?

Samstag, 07.12.2013

Heute stand wieder einmal Reservework an. Wir hatten an einem Strassenabschnitt angefangen die Spurrinnen mit Steinen und Erde wieder aufzufüllen, damit die Fahrzeuge diesen Weg nicht immer in Schräglage passieren müssen.

Dazu hieß es immer erst mal: Steine sammeln. Es ist ja bekanntlich nicht das intelligenteste, mitten im Busch mal eben einfach so Steine hochzuheben, man weiss ja schliesslich nie was darunter liegt. D.h.: wenn wir einen passenden Stein gefunden haben, haben wir ihm erst mal einen ordentlichen Tritt verpasst, damit er ein Stück rollt. Würden wir ihn langsam bewegen, hätten wir den Überraschungsmoment nicht mehr auf unserer Seite. Außerdem ist der Fuss durch die Schuhe wesentlich besser geschützt, als die bloße Hand. Wenn wir genug Steine zum Jeep geschleppt hatten, gings zurück zum Straßenabschnitt, wo wir mit einer Art Puzzle begannen, da wir die Steine so ausrichten mussten, dass sie eine möglichst ebene Fläche, mit wenig Zwischenräumen bilden.

Abschließend schaufelten wir Erde darüber und stampften sie fest. Ari war natürlich mal wieder nicht mitgekommen um zu helfen, da er ja "zu tun" hatte; machte aber eh keinen Unterschied, da er uns sonst sowiso immer nur bei der Arbeit zu sah (Gut es ist streng genommen ja nicht seine Aufgabe, aber wenn man schon mitfährt und der einzige Kerl ist kann man schon mal mitanpacken und muss die Mädels ja nicht immer alles alleine schleppen lassen... Vor allem wenn er dan auch noch meint, dass er uns dann auch noch Anweisungen erteilen muss, könnten wir ihm immer alle an die Gurgel gehen. Ich hab ihn einmal gefragt, obs bequem auf dem Wagen ist und er meinte nur so: "Nee, eigentlich nicht." Hallooo? Naja er versteht so was immer absichtlich falsch). Da er nicht dabei war erzählte Anna uns, dass er sich bei Caz über uns beschwert habe, da wir ihm ja nicht die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die er erwartet, da wir ja kaum mit ihm reden (warum wohl?). Und die Krönung des ganzen war ja, dass er Caz darum gebeten hat, dass eine der Voluntärinnen doch tagsüber im Camp bleiben könnte, damit das Essen abends rechtzeitig auf dem Tisch steht. What the hell?!?!?! Uns allen klappte erst mal der Unterkiefer runter... damit war er bei uns jetzt vollkommen unten durch! Wir waren bisher so freundlich, für ihn mit zu kochen, während er immer im Bett gelegen ist und Musik gehört hat und jedes Mal, wenn wir das ganze Haus putzen mussten, war Ari auf wundersame Weise in Hoedspruit... Und ausgerechnet heute stand ohnehin noch putzen an, naja wir haben uns um unsere Zimmer, Duschen und die Küche gekümmert und dann einfach den ganzen Putzkram vor seiner Tür stehen lassen.

Später am Flussufer kam eine Elefantenherde vorbei!!! Natürlich sind alle nach drinnen gerast um die Kameras zu holen ;) 

Elefant am Flussufer

Ich liebe die Aussicht vom Lapabereich aus einfach!!!

Gekocht haben wir für Ari dann trotzdem mit (wir haben ihn einmal vor ein paar Tagen gebeten uns zu helfen, dann aber entschieden, dass es für unser Essen wahrscheinlich doch besser ist, wenn wir es selber machen), fragten Ari dann aber ob er wenigstens einmal abwaschen kann. "Sure" war die Antwort... Ach sure? Wenn das so sicher ist, wiso haben wir ihn dann nicht schon früher in der Küche gesehen? Gut wir haben uns zu früh gefreut: wir waren alle noch nicht mal mit der Hälfte des Essens fertig, als Ari aufstand, seinen Teller und das, was bereits leer war, nahm und verschwand. Super wir dachten eigentlich mit Abwaschen: alles und nicht nur einen Bruchteil..., als wir fertig waren, war er schon wieder sonst wo verschwunden und das was er bisher "abgewaschen" hatte mussten wir noch mal abwaschen, da es nicht sauber war. Die Stimmung war super... Wenigstens hat Caz immer alles mitbekommen und ihm mal mitgeteilt, dass wir nicht seine Angestellten sind. Auf jeden Fall hat ihn keiner vermisst, als er frühzeitig abgereist ist um in Botswana zu arbeiten... Caz wartet glaube ich heute noch darauf, dass ihre Datenbank aktualisiert wird.

Hetzjagd am Wasserloch

Freitag, 06.12.2013

Der Tag startete wieder einmal mit einem Birdcounting... Mittlerweile waren die ganzen Vogelnamen auch kein Problem mehr ;)

Eigentlich war für den Nachmittag erst mal nichts geplant, da es immer wieder tröpfelte und verdammt "kalt" war (wir haben zumindest gefroren). Also haben sich alle nach dem Birdcounting unter ihre Bettdecken verkrochen. Es hat eigentlich keine Stunde gedauert, als die Meldung kam, dass die Wildhunde wieder aufgetaucht sind!!! Für uns hieß das: sofort aus dem Bett springen, umziehen und Abfahrt in 10 Minuten! Mit den Kameras bewaffnet hetzten alle zum Jeep und Anna gab Vollgas, da wir einen weiten Weg vor uns hatten, weil die Wilddogs sich außerhalb des Reservats befanden, weshalb wir ihnen nicht folgen könnten, sollten sie sich von der Stelle entfernt haben, an der sie gesichtet wurden.

Leider lagen die drei Wildhunde dann in einer Senke an einem Wasserloch etwa 100 Meter von der öffentlichen Strasse entfernt, so dass wir nur die Köpfe sehen konnten. Interessant wurde es dann allerdings, als ein Schakal auftauchte und sich ebenfalls dem Wasserloch näherte. Durch den Feldstecher konnten wir beobachten, wie das Rudel aufsprang und dem Schakal nachsetzte. Unglücklicherweise in entgegengesetzter Richtung, weshalb wir sie schon nach wenigen Sekunden im Gebüsch aus den Augen verloren. Da wir das andere Reservat nicht betreten durften, blieb uns nichts anderes übrig, als noch ein paar Minuten abzuwarten, ob wir den Schakal schreien hören (klingt jetzt makaber, aber so läufts nun mal in der Natur...), aber nichts passierte, also machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Da das Wetter sich zunehmend besserte, machten wir später noch ein bischen Animalcounting (Transsect B), wobei uns am größten Wasserloch die nächste Überraschung erwartete: zwei Impalamännchen waren so in ihren Kampf vertieft, dass sie uns kaum wahrnahmen. Es sah schon heftig aus, wie sie immer mit Anlauf die Köpfe gegeneinander schlugen, die Hörner verhakten und versuchten, den Rivalen wegzuschieben. Nach etwa zehn Minuten jagte der stolze Gewinner seinen Gegner davon. Pro Impalaherde gibt es immer nur ein Männchen, die übrigen Männchen formen in der Regel eigene Gruppen, bis sie stark genug sind, sich einen Harem zu erkämpfen. Dieses Männchen würde wohl noch ein bischen warten müssen...

What a big "bunny"

Donnerstag, 05.12.2013
Eine Alarmsirene weckte mich morgens um vier. Ich war erst mal total irritiert... eine Sirene? Im Busch? Allerdings klang es ziemlich weit entfernt und nach ein paar Minuten hat es wieder aufgehört. Isabell hat nichts mitbekommen und weiter geschlafen und ich war definitiv zu verschlafen um aufzustehen, also bin ich liegen geblieben. Ich bin fast schon wieder weggedämmert, als mir plötzlich auffiel, dass es komplett still war... Irgendwas stimmte da nicht, es war sonst nie so ruhig im Zimmer; hat dann noch ein bischen gedauert, bis ich drauf gekommen bin, dass der Ventilator nicht mehr läuft, da ich mich schon so an das surren gewöhnt hatte. Na toll Stromausfall; schon wieder... War aber eigentlich wenig überraschend, da es die ganze Nacht gewittert hatte und wir so heftigen Sturm hatten, dass sogar die Stühle über die gaze Lapa-area verteilt waren. Gut kümmerte mich aber auch nicht, da es immer noch regnete und das hiess für uns alle können im Bett bleiben, weil die Strassen eh nicht befahrbar waren. Und hallooo, es war vier Uhr morgens ;) Naja, es ging dann bis circa fünf/ halb sechs, als dann doch alle angefangen haben durchs Haus zu tigern und schlesslich hat es an der Tür geklopft: "Hey, müssen wir nicht aufstehen?!" "Nein, es regnet...", dann drehte ich mich auf die andere Seite... aber jetzt war ich eh mehr oder weniger wach, also ab richtung Bad... yeah, wir haben auch kein Wasser mehr! Der Tag fing ja gut an... Am Vormittag gabs wieder die Snake/Scorpion/Spider-Lecture und am Nachmittag haben wir versucht die Strasse zu retten und bauten Drainagelines. Interessant wurde es dann erst wieder beim Nightdrive: Am Wasserloch begegneten wir einer afrikanischen Wildkatze oder auch Falbkatze, allerdings verschwand diese auch relativ schnell wieder... Später leuchtete ich etwas im Gebüsch an, was sich als Zergantilope entpuppte. Ich meinte so zu den anderen "Hey, there`s an antilpe!" Von Ari kam dann: "Ehm, no it`s just a bunny" ?!?!?! Er hat mich sowiso schon den ganzen Abend mit seinem eigenen Spotlight genervt aber gut ;) Also habe ich das Spotlight auf seinen "Bunny" gerichtet und gesagt "Yes, sure! I`ve never seen such a big bunny!!!!" ;D Ne Antilope kann ich gerade noch von nem Hasen unterscheiden, Herr Wissenschaftler... Naja ih muss ihm zu Gute halten, dass er später die Geier entdeckt hat. Das lustige bei Geiern ist, dass sie komischerweise immer nur auf den toten Bäumen sitzen... Für uns ssind sie natürlich eine grosse Hilfe, da sie eigentlich nichts anderes als ein Blinkpfeil sind, auf dem steht "Hey, hier geht`s zu den Raubtieren". Leider waren besagte Raubtiere zu weit von der Strasse entfernt, als dass wir sie im Dunkeln hätten sehen können.

Wenn die Black Mamba zum Zahnarzt geht...

Mittwoch, 04.12.2013

Unser Tag startete mit einem Game-Drive, wo wir Elefanten, einen Waran und eine Zebraherde mit Fohlen sahen!!

Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert,wie nahe ich den wilden Tieren bin! Die Büffel beobachten uns aufmerksam Leopardenspuren im Sand Ein Weißkopfadler zieht seine Kreise am Himmel Am Wasserloch treffen die verschiedensten Tierarten aufeinander

Wieder zurück gings ab in den Pool und später kam erneut die dangerous-game-Lecture. Danach ging ich zurück um etwas aus meinem Zimmer zu holen, schließe die Tür wieder und lange fast in eine von diesen ekligen Skorpionspinnen rein, die ich euch schon einmal beschrieben habe. Zu meiner eigenen Überraschung habe ich nicht aufgekreischt, allerdings hatte ich im engen Gang keine Möglichkeit zurückzuweichen und saß erst mal fest. Zum Glück war Nicki gerade in der Küche und ich habe ihr zugerufen, sie solle schnell Caz rufen, da an meiner Tür eine Spinne sitzt. Caz kam dann auch gleich, entspannte sich aber auch gleich wieder, als sie sah, dass es nichts giftiges war. Sie hat dann kurzen Prozess mit dem Vieh gemacht; sie nahm ihren Schlappen und hat das Monstrum einfach erschlagen (ziemlich ekliges Geräusch). Irgendwann kam dann auch mal Ari angelaufen (wo is der Kerl, wenn man ihn braucht?! Daniel is wenigstens immer gleich ins Zimmer gehechtet, wenn irgendwas war) und meinte nur so "Wow, that`s awesome. I always wanted to see one of them!" Na toll, dann rahm sie dir doch ein und häng sie dir übers Bett... Echt, ich hab genug von den Viechern. So lange sie draußen sind und ich eine sichere Entfernung zu ihnen habe, stören sie mich nicht, aber im Haus muss ich sie jetzt wirklich nicht haben und da ist mir dann auch egal ob sie giftig sind oder nicht, sie sind einfach viel zu groß!

Am Nachmittag sind wir raus gefahren um die Strasse auszubessern, machten allerdings einen Zwischenstopp bei einer Lodge am Fluss, auf der Tabalani, ein Freund von Caz, mit seiner Familie lebt. Caz meinte nur sie wolle uns etwas zeigen, also folgten wir ihr ums Haus herum und sahen unsere erste Black Mamba!

Nach einem Black-Mambabiss setzten die wichtigsten Organe nach etwa 7-9 Minuten aus Ihren Namen verdankt die Black Mamba dem schwarzen Innenraum ihres Mauls

Sie hatte sich ins Haus geschlichen, als Tabalani eine Woche lang weg war, weshalb er eine schöne Überraschung erlebte, als er zurück kam. Die Schlange war tot als wir ankamen, da das Problem ist, dass Black Mambas territorial sind. Man kann sie aus dem Haus bringen so oft man will, sie würde immer wieder zurück kommen. Und bei einer so extrem giftigen Schlang will keiner ein Risiko eingehen. Caz nutzte die Gelegenheit uns das Tier näher zu zeigen. Vorsichtig mit zwei Stöckchen öffnete sie das Maul. Pechschwarz! Und das ist es was der Mamba ihren Namen gab, sie ist nämlich eher grau/braun, aber sobald sie droht und ihr Maul öffnet, sieht man den schwarzen Innenraum. Aber, zu unserer Überraschng sah man keine Fänge. Die Fangzähne der Black Mamba sind so klein, dass sie kommplett im Kiefer verborgen sind. Caz versucht sie zu entblössen aber sie waren kaum sichtbar. Gut so eine Mamba muss ja auch nicht tief beißen... ein kleiner Kratzter reicht schon und das Gift gelagt in die Blutbahn des Opfers. So eine Black Mamba kann mit einem Biss genug Gift injizieren, um neun Menschen zu töten. Ich fand es wahnsinnig interessant dieses Tier mal aus der Nähe zu betrachten ohne Gefahr zu laufen in nur 7 Minuten zu krepieren. Dass man Schlangen immer direkt hinter dem Kopf packt ist übrigens auch so ein Mythos und kann ganz schnell nach hinten losgehen, da die Schlangen oftmals, wenn sie in Panik sind, die eigene Haut mit ihren Zähnen durchstechen und somit die Hand, die sie festhält, erwischen. Uns wird hier immer nur gesagt: "Please, just don`t play with snakes, spiders and scorpions!" Habe ich eigetlich nicht vor...

Was passiert, wenn man eine Hyäne mit einem Marder kreuzt? Best Nightdrive ever!

Dienstag, 03.12.2013

Caz ist heute in die "Stadt" gefahren, um unsere Vorräte aufzustocken, also habe ich die freie Zeit (und endlich mal wieder die Sonne) genutzt und Wäsche gewaschen. Als Caz wieder kam sah der weiße Truck aus.. lieber ein Kommentar dazu... das Auto war von oben bis unten voller Schlamm. Für uns hieß das dann: Gartenschlauch schnappen und los geht`s!

Später hatten wir am Fluss einen neuen Besucher: ich bin nicht 100%ig sicher was es war, da ich den englischen Namen nicht kenne, aber in meinen Augen war es ein Waran ;) Also lege ich mich jetzt einfach mal auf große Eidechse fest :P

Am Abend war ein Nightdrive angesagt; ich war wieder Spotlighter und hatte gleich am Anfang meine erste Schocksituation. Wie bereits erwähnt sieht der Fahrer selbst weniger als die Leute oben auf der Ladefläche und nachts bleiben nur die Frontscheinwerfer und das Infrarotlicht des Spotlighters; sprich man sah nur das was ich direkt angeleuchtet habe links und rechts der Straße. Die Aufmerksamkeit auf der Ladefläche ist normalerweise nicht so wahnsinnig hoch und so war ich die einzige, die den bereits drohenden Elefanten 10 Meter neben dem Auto bemerkte und das auch erst verdammt spät, da ich zuvor die andere Seite abgeleuchtet hatte. Da stand er also mit aufgestellten Ohren und erhobenem Rüssel. Ich hab nur noch voll panisch nach unten gerufen "Caz!!! Elephant left" und dann kam auch schon die Vollbremsung und der sofortige Rückzug. Der Elefant beruhigte sich zum Glück wieder und entschied sich dagegen uns zu verfolgen. Allerdings hieß seine Anwesenheit für uns, dass wir einen anderen Weg einschlagen müssen.

Es waren unglaublich viele Hyänen unterwegs also entschieden wir uns, ihnen durch die Nacht zu folgen, in der Hoffnung, dass etwas passieren würde. Hyänen sind ja von Natur aus unglaublich neugierig und so kam es, dass drei von ihnen direkt an unserem parkenden Jeep vorbei trotteten. Zwei von ihnen zogen einfach nur ein paar Meter an uns vorbei, die dritte blieb zunächst vor der Motorhaube stehen und begann am Nummernschild zu kauen, was sie nach Caz` wütendem Ausruf aber wieder unterliess. Dann lief sie direkt auf meiner Seite am Auto entlang. Caz warnte uns, dass wir uns bloß nicht bewegen sollen und ja keinen Mucks von uns geben sollen (unser Truck war schliesslich offen und Hyänen sind unglaublich gefährlich). Mit klopfendem Herzen sah ich zu wie die Hyäne kam, uns kurz beschnupperte und weiterzog. Wirklich ein wahnsinns Adrenalinkick, ich werde in meinem ganzen Leben nicht mehr so nah an eine wilde Hyäne herankommen, ich hätte sie in die Schnauze pieken können, wenn ich gewollt hätte (fraglich, ob ich dann noch alle meine Finger hätte...).

Das absolute Highlight waren die Wildhunde!!!! Ein Rudel rannte an uns vorbei, wir hatten wirklich soooo viel Glück, da die Wilddogs so gefährdet sind und in Balule selbst gibt es nur dieses eine Rudel, das alle drei Monate vorbeizieht und wir haben sie gesehen!! Es folgte eine wahnsinns Verfolgungsjagd durch die Nacht, allerdings konnten wir sie nich wieder aufspüren.

Die Krönung war ein Civet (deutsch: Zibetkatze), das vor uns die Strasse überquerte. (ist so ne Art Kreuzung aus Hyäne, Ginsterkatze, Marder und keine Ahnung womit die noch verwandt sind... googelt das auf jeden Fall mal, die sehen total witzig aus).

Und alles noch mal von vorne...

Montag, 02.12.2013

Da das Projekt auf eine Dauer von zwei Wochen ausgelegt ist, ging heute eigentlich alles mehr oder weniger von vorne los.

Warzenschwein

D.h. morgens gabs die Einführung und später gings zum Animal-Counting (Transsect A), wo wir unser Breitmaulnashornpärchen wieder einmal zu Gesicht bekommen haben ;)

Am Abend haben wir versucht Cluedo auf englisch zu spielen, da wir Ari mit einbeziehen wollten, war eigentlich ganz lustig, auch wenn uns oft dazu die nötigen Wörter gefehlt haben, haben doch immer alle verstanden was gemeint ist. Ari hat sich lediglich darüber gewundert, dass wir für "poison" das Wort "Gift" verwenden, was ja im englischen so viel wie "Geschenk" heißt ;)

 

Prinz Ari

Sonntag, 01.12.2013

Heute war Voluntärwechsel, es blieben nur noch Joy, Nicki, Isabell und ich und zwei neue Mädels (Yvonne und Caro) kamen an. Außerdem kam noch ein Typ aus Atlanta mit dazu: Ari... Er hatte sein Bio Studium abgeschlossen und wollte jetzt irgendwas mit Raubtieren erforschen. Tja... was soll ich sagen, der erste Eindruck von ihm war ganz ok, aber er würde sich relativ schnell als absolute Nervensäge entpuppen...

Zebraherde mit FohlenGnus  Gnuherde