Tearmarks and teardrops

Samstag, 08.02.2014

Mein letzter Tag bei CO begann mit einer Tour, anschließend war es wieder ziemlich ruhig. Allerdings gab es zwei Erdmännchen-Encounter und so ging ich zum Gehege und fragte die Handler, ob ich nicht nach dem Encouter auch mal mit rein könne, da es ja mein letzter Tag war und ich noch nie bei den Erdmännchen drin war und sie gerne mal kennenlernen würde.

Und eben weil es ja so ruhig war durfte ich schließlich rein und zumindest mal Sebastian begrüßen, oder er mich... Was soll ich sagen, Begrüßung Erdmännchen-Style läuft folgendermaßen ab: Sebastian rannte erst einmal um mich rum wie gestört und markierte erst mal meine Schuhe (machen die immer so, nach dem Motto: "Meins!"). Ok... danach durfte ich ihn hochnehmen, wobei er ganz zufrieden klickerte (klingt echt lustig, ein bischen wie ein angepisstes Eichhörnchen) und dann turnte er auch schon auf mir herum Zwinkernd. Natürlich musste er auch noch mal ganz genau überprüfen, ob ich nicht vielleicht doch noch Futter in meinen Mundwinkeln oder meinen Ohren versteckt habe?! (Erdmännchenlogik)

Meerkat-Encounter Sebastian genießt die Streicheleinheiten

Nach dem Encounter stank ich dann wie eine ganze Erdmännchenkolonie, da Sebastian sich die ganze Zeit an meinem Shirt gerieben hatte, um auch dort seinen Geruch zu hinterlassen... (Jetzt weiß ich wiso die Besucher beim Erdmännchen-Encounter immer mit Handtüchern zugehängt werden). Aber das war es definitiv wert, die sind so was von putzig und jetzt kann ich enlich sagen, dass ich Geparden, ein Karakal, Löffelhunde und ein Erdmännchen gestreichelt habe, wer kann das schon von sich behaupten?

Abschiedsfoto mit Kat und Jana

In der Mittagspause gabs dann Kuchen, da hat dann natürlich keiner nein gesagt und Karen minte spaßeshalber, dass ich meine 1000 Rand Deposit nicht zurückbekomme, wenn ich ihr kein Stück sichern würde, da sie im Büro blieb.

Als ich zurück zur Briefing Area ging stellte ich verblüfft fest, dass dort die Erdmännchen waren, die gerade einen Spaziergang machen durften und so hieß es: noch mal eine Runde kuscheln Zwinkernd

 

Da es ja mein letzter Tag war durfte ich noch mal zu allen Tieren mit rein und war so auch zum ersten mal zur Fütterungszeit im Serval- und Karakalgehege und hatte den Platz in der ersten Reihe, direkt vor den Plattformen, während die Besucher draußen standen und geflucht haben, weil sie immer durch den Zaun fotografieren mussten.

Servaldame Legacy Baggins

Und natürlich zog Malaika wie immer eine riesen Show ab, als sie mit atemberaubender Geschwindigkeit auf die Plattformen sprang und sich die Fleischstücke angelte (heute gabs sogar ganze Mäuse).

Malaika wartet schon ungeduldig auf ihr Futter Zum Aufwärmen erst mal nur ein umgestürzter Baumstamm Und weiter zum nächsten Fleischstückchen... Und dann gehts richtig hoch, ein Karakal schafft eine Sprunghöhe von ca. 3 m

Danach hieß es für mich Abschied nehmen von Pandora, Lucy und Togo Weinend und von da an gings dann bergab: ich hatte jetzt zwei Monate mit den Hunden zu tun und habe sie natürlich längst ins Herz geschlossen, es viel mir unglaublich schwer und als ich Pandora ein letztes Mal knuddelte, konnte ich die Tränen nicht länger zurückhalten.

Genau in dem Moment kam der Funkspruch rein, dass am Gate ein Tourguide gebraucht wird und da ich ja gerade frei war musste ich zum Tor, so hatte ich mir den Abschied nicht vorgestellt. Der Weg zwischen den Geparden Gehegen durch machte es nicht besser und ich hatte immer mehr mit den Tränen zu kämpfen, da ich wusste, dass ich jetzt nicht mehr zu den Hunden zurück kehren würde. Am Gate kam ich dann völlig fertig an und brachte nur noch ein "Sorry I can`t do this tour now, I have to go out" raus und ging nach draußen. Lexi war auch am Gate und kam mit raus und meinte nur "Sorry I thought you want to do this tour, I take it if you don`t want to" Und dann umarmte sie mich nochmal, dann kam Josh dazu und es gab am Ende ein Group-hug, was es nicht leichter machte, weshalb ich danach zu den Toiletten floh. (Die Besucher haben sich wahrscheinlich auch gefragt, was da grade für ein Drama stattfindet)

Nachdem ich mich wieder einigermaßen gefasst hatte (ich bin sonst nie so überemotional...) ging ich hoch ins Office, um mein Deposit abzuholen und mich von Karen zu verabschieden, die mir dann noch alles gute für die Zukunft wünschte. Anschließend flossen noch mal Tränen, als ich mich von den restlichen Mitarbeitern verabschiedete und dann passierte ich zum letzten Mal das Tor von Cheetah Outreach und fuhr zurück zu unserer Unterkunft, wo ich dann auch wiederwillig noch den letzten Krempel einpackte.

Ich wollte an meinem letzten Abend noch mal ans Meer und den Sonnenuntergang anschauen und so konnte ich ein paar Leute aus dem Haus dazu überreden mit zum Ocean Basket zu fahren, auch wenn keiner von ihnen Sushi mochte...

Und somit ging mein letzter Abend in Somerset West zu Ende. (An dieser Stelle muss ich leider abbrechen, da mir, einen Monat später, immer noch die Tränen hochkommen, wenn ich an diesen Tag denke)